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Oase für demenzkranke Menschen

Die Pflegewohngruppe Höfli besteht mittlerweile seit 15 Jahren. Dieses Jubiläum wurde am 9. Juni mit einem Fest für Bewohner, deren Angehörige und das Personal gefeiert.
Urs Hanhart
Geschäftsleiterin Ursulina Cadruvi im neu gestalteten Aufenthaltsraum. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 9. Juni 2018))

Geschäftsleiterin Ursulina Cadruvi im neu gestalteten Aufenthaltsraum. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 9. Juni 2018))

Im Herbst 2003 wurde die Stiftung Pflegewohngruppe Höfli gegründet. Diese geschützte Institution für mobile, an Demenz erkrankte Menschen schloss eine Lücke und etablierte sich sehr schnell. «Wir bieten eine einzigartige Wohnform, in der Wertschätzung, Selbstbestimmung und Wohlbefinden an erster Stelle stehen», erklärt Geschäftsleiterin Ursulina Cadruvi das Konzept. «Unser Ziel ist es, den Bewohnern eine grösstmögliche Lebensqualität in einer familiären Atmosphäre zu ermöglichen.»

Eine Wohnstube, eine Küche und zwei bis vier persönlich eingerichtete Einzelzimmer ergeben jeweils eine Wohneinheit. «Die Hauptidee ist das Wohnen wie zu Hause», so Cadruvi. Zu Beginn startete man mit drei Wohngruppen. Inzwischen sind es bereits deren sieben. Momentan zählt die Pflegewohngruppe Höfli zwei Dutzend Bewohner, womit das Angebot voll ausgebucht ist. Ein weiterer Ausbau ist gemäss Cadruvi derzeit nicht in Planung. «Wir nutzen inzwischen die gesamte Fläche, die uns zur Verfügung steht. Ansonsten müssten wir den oberen Stock hinzunehmen, wo sich Alterswohnungen befinden, oder einen Neubau realisieren. Aber das ist vorderhand nicht vorgesehen.»

Auch Haustiere gehören dazu

Speziell ist, dass die Bewohner ihren Tagesablauf mitbestimmen können. Persönliche Betreuung und die Förderung von individuellen Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt. Die Bewohner sind beispielsweise eingeladen, bei der Zubereitung der Mahlzeiten mitzuhelfen. Dank der kleinen Wohngruppen sind individuelle Essenszeiten möglich. Der Einbezug der Bewohner in die täglichen Arbeiten soll dazu beitragen, dem Tagesablauf eine Struktur zu geben, Zugehörigkeit zu vermitteln und Lebensqualität zu schaffen. In der Pflegewohn­gruppe Höfli gibt es auch Haustiere, nämlich einen Hund, eine Katze und ein Aquarium mit Fischen. «Diese sind ein wichtiger Bestandteil im Alltag der Bewohner und nicht mehr wegzudenken», betont Cadruvi.

In der Pflegewohngruppe Höfli sind 45 Mitarbeitende beschäftigt. Sie teilen sich 27 Vollzeitstellen. Es wird eine Rund-um-die Uhr-Betreuung geboten. In der Nacht hat jeweils eine ­Mitarbeiterin Pikettdienst. «Im Gegensatz zu Altersheimen können die Bewohner bei uns lange aufbleiben, bis um etwa elf Uhr», verrät Cadruvi. Von 6.45 bis 14.45 Uhr und von 15.15 bis 23.15 Uhr ist jeweils ein Sechserteam im Betreuungseinsatz.

Aufenthaltsraum neu gestaltet

Die Verantwortlichen haben bewusst darauf verzichtet, zum Jubiläum einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. «Das würde für eine zu grosse Unruhe sorgen und wäre nicht gut für die Bewohner», so Cadruvi. Das Jubiläum wurde dazu genutzt, den grossen Aufenthaltsraum neu zu gestalten, mit neuen Wohlfühlelementen. Neu gibt es unter anderem ein Cheminée und eine Kaffeemaschine, an der sich die Angehörigen bedienen können.

Getragen wird die Pflegewohngruppe Höfli von der gleichnamigen Stiftung. Im Stiftungsrat sind die Gemeinde Altdorf, das SRK und die Pro Senectute vertreten. Die Finanzierung erfolgt genau gleich wie bei Alters­heimen.

Im Zusammenhang mit dem Jubiläum führt die Stiftung Pflegewohngruppe Höfli Ende Oktober und Ende November in Zusammenarbeit mit der Alzheimervereinigung, der Pro Senectute, dem SRK und der Gemeinde Altdorf zwei Vortragsabende durch. Einer ist für Geschäftsinhaber gedacht.

Thematisiert werden soll dort der richtige Umgang mit an Demenz erkrankten Kunden. Der zweite Vortrag richtet sich an Personen, die in ihrem Umfeld mit demenzkranken Menschen zu tun haben, oder auch an andere interessierte Personen. Genauere Infos zu diesen Veranstaltungen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

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