OBERALP: Jetzt steht der Leuchtturm auf dem Oberalp

Seit Dienstag steht ein zehn Meter hoher Leuchtturm auf dem Pass. Für Pancrazi Berther ist dieser PR-Gag kein Problem.

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Der Leuchtturm auf dem Oberalppass. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Leuchtturm auf dem Oberalppass. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Leuchtturm auf dem Oberalppass ist die Nachbildung des ehemaligen Unterfeuers Hoek van Holland. Er ist Teil des Projekts Rheinquelle, das die Region rund um den Oberalppass international bekannter machen soll. Die Idee ist vor allem bei den Umweltverbänden auf wenig Gegenliebe gestossen. Doch im Interview mit der Neuen Urner Zeitung beschwichtigt Pancrazi Berther, Präsident des Gemeindevorstands von Tujetsch GR: «Es handelt sich ja beim Leuchtturm nur um ein Provisorium.» Der Turm stehe auf einem Parkplatz an einer stark frequentierten Strasse. «Schliesslich sollten wir in den Bergregionen auch vom wachsenden Verkehr profitieren und Wertschöpfung generieren können. Aber irgendwie müssen wir auf uns und unsere Angebote aufmerksam machen, auch mit ausgefallenen Ideen.»

Auf Andermatt konzentriert
Berther äussert sich auch zur Zusammenarbeit mit Andermatt: «Wir arbeiten im Bündnerland seit längerer Zeit an touristischen Reformen. Aufgrund der Resortpläne in Andermatt hat sich eine neue Ausgangslage ergeben», so Berther. «Wir haben festgestellt, dass wir auch über die Grenzen hinwegschauen müssen.» Die Entwicklung in Andermatt stelle für die Gemeindefraktionen auf der Bündner Seite des Oberalppasses eine grosse Chance dar. «Entwickeln können wir uns am besten in Richtung Oberalp und Andermatt. Natürlich nähmen wir Disentis auch ins gleiche Boot. Aber wenn es entweder oder heisst, dann kommt für uns nur Andermatt in Frage.» Und das geplante Resort in Dieni sieht er «nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Andermatt».

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.