OBERALP: Pro Natura wettert gegen Leuchtturm

Gegen den geplanten Leuchtturm auf dem Oberalppass regt sich Widerstand. Für Grüne und Umweltverbände ist klar: Ein Leuchtturm hat auf dem Oberalppass nichts verloren.

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Das Original: Der Leuchtturm «Hoek van Holland».

Das Original: Der Leuchtturm «Hoek van Holland».

«Ein Leuchtturm gehört ans Meer, nicht auf einen Alpenpass», empört sich Landrätin Annalise Russi von den Grünen Uri. Und Pia Tresch, Geschäftsführerin von Pro Natura Uri, moniert: «Das Projekt widerspricht unseren Bestrebungen, dass auf Alpen und im Gebirge nur in die Landschaft eingepasste Bauten erstellt werden sollen.»

Erst gar nicht vorgesehen
Stein des Anstosses ist das Projekt Rheinquelle, das ab kommenden Donnerstag mit dem Nachbau eines holländischen Leuchtturms auf dem Oberalppass für die Region werben will. Projektleiter Hanno Wyss rechtfertigt sich: «Der Leuchtturm ist nur ein provisorisches Projekt. Es war nie vorgesehen, diesen auf immer und ewig stehen zu lassen.» Im ursprünglichen Rheinquelle-Projekt – dieses soll den Oberalppass im Ausland als Quelle des Rheins vermarkten – sei der Turm nicht geplant gewesen. Er wurde erst nachträglich initiiert, um Werbung für den Projekt-Auftakt im Jahr 2012 zu machen. Die Initianten wollten den Turm noch vor dem Durchschlag am Gotthard aufstellen, um vom internationalen Medienrummel zu profitieren.

«Wird Diskussionen geben»
Nach dem Leuchtturm soll 2012 auch ein Rheinschiff auf den Pass kommen. Befürchtet Wyss ein juristisches Hickhack, wenn es dann um die eigentliche Bewilligung für das 50 bis 65 Meter lange Frachtschiff geht? «Es ist ein einmaliges Projekt, und es wird sicher Diskussionen geben. Darauf gehen wir ein und werden eine Lösung finden», gibt sich Wyss zuversichtlich.

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.