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Oberalppass: 100 Einsatzkräfte simulieren den Ernstfall

Am Dienstagabend entgleiste ein mit 30 Personen besetzter Sportzug der MGB im Scheiteltunnel Calmut. Das war das Szenario einer anspruchsvollen Übung mit 100 Einsatzkräften. Die Übungsleitung zieht ein positives Fazit.
Die Arbeiten haben an einem abgelegenden und schwer zugänglichen Ort stattgefunden. (Bild: Kantonspolizei Uri, Oberalppass, 12. Februar 2019)

Die Arbeiten haben an einem abgelegenden und schwer zugänglichen Ort stattgefunden. (Bild: Kantonspolizei Uri, Oberalppass, 12. Februar 2019)

Am Dienstagabend, 12. Februar, ging es auf dem Oberalppass hektisch zu und her. Kurz nach 17.45 Uhr war ein Sportzug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) im Scheiteltunnel Calmut entgleist. Im Zug befanden sich 30 Passagiere. Von diesen waren zwei Personen schwer und drei Personen leicht verletzt. Für die Rettungskräfte galt es, so schnell wie möglich vor Ort zu gelangen und die Bergung und Rettung vorzunehmen.

Übungsort war abgelegen und schwer zugänglich

Die inszenierte Zugsentgleisung war ein wichtiger Test für den Ernstfall, geht aus einer Mitteilung der Kantonspolizei Uri hervor. Es wurde nicht nur die kantonsübergreifende Zusammenarbeit, sondern auch das Arbeiten an einem abgelegenen und schwer zugänglichen Ort geprobt. Die alarmierten Rettungskräfte der Blaulichtorganisationen mussten von Bündner sowie Urner Seite mit einem Rettungszug zum Oberalppass ausrücken. Dies bedeutete: Zeitverzug und Einschränkung im Materialbereich. Schon auf der Anfahrt fanden erste Absprachen statt. Vor Ort wurde eine Gesamteinsatzleitung aufgezogen. Diese verschaffte sich einen ersten Überblick und leitete die nötigen Sofortmassnahmen ein. Das Ereignis konnte durch die gute Zusammenarbeit vor Ort ohne nennenswerte Zwischenfälle bewältigt und kurz nach 20.30 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.

Rund 100 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil. (Bild: Kantonspolizei Uri, Oberalppass, 12. Februar 2019)

Rund 100 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil. (Bild: Kantonspolizei Uri, Oberalppass, 12. Februar 2019)

Zusammenarbeit funktionierte reibungslos

Die Übungsleitung zeigte sich mit dem anspruchsvollen Einsatz zufrieden. Dieser konnte planmässig durchgeführt werden. Die verschiedenen Sicherungs-, Bergungs- und Rettungsmassnahmen verliefen ruhig und geordnet, trotz Dunkelheit, Schnee und kalten Temperaturen. Insbesondere die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte mit einer polizeilichen Gesamteinsatzleitung funktionierte reibungslos.

Übung wird nun ausgewertet

Die Übung, welche vom Urner Feuerwehrinspektor Stefan Dahinden zusammen mit Gion Tenner (Feuerwehr Sursassiala/Gebäudeversicherung Graubünden) und Stephan Holzer (MGB), organisiert wurde, stiess auf grosses Interesse. Rund 100 Einsatzkräfte der Stützpunkt Feuerwehren Andermatt und Surasassiala, des Feuerwehrinspektorats Graubünden, der Rettungsdienste Surselva und Uri sowie der Kantonspolizeien Graubünden und Uri nahmen daran teil. Weiter waren Mitarbeiter der MGB, Armeeangehörige des Kompetenzzentrums Gebirgsdienst der Armee sowie mehrere Privatpersonen Teil der Übung. Laut der Kantonspolizei Uri wird die Übung nun ausgewertet und allfällige Verbesserungen in die Einsatzkonzepte aufgenommen. (kapo/pz)

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