OBERALPPASS: Nassschneelawine reisst Zug vom Gleis

Eine Nassschneelawine hat am Montag auf dem Oberalppass einen Regionalzug der Matterhorn-Gotthard-Bahn aus den Schienen gehoben.

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Die gesperrte Oberalppass-Strasse.. (Archivbild Pius Amrein/Neue LZ) (Bild: Pius Amrein)

Die gesperrte Oberalppass-Strasse.. (Archivbild Pius Amrein/Neue LZ) (Bild: Pius Amrein)

Am Montag hat eine Nassschneelawine auf dem Oberalppass einen Regionalzug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) aus den Schienen gehoben. Dabei wurden zwei von sieben Passagieren leicht verletzt, wie die MGB bekannt gab. Drei weitere erlitten Schocks.

Der Regionalzug bestand aus der Lokomotive sowie drei Personenwaggons und einem Autoverladewagen, wie MBG-Kommunikationschef Christoph Kronig auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP sagte. Die Komposition wurde um 14 Uhr von einer Nassschneelinie erfasst und aus den Schienen gehoben. Sie kam gemäss MGB-Angaben einige Meter unterhalb des Gleises auf der Böschung zum Stillstand. Zwei von neun Fahrgästen wurden leicht verletzt, drei weitere erlitten Schocks.

Die meisten Fahrgäste reisten weiter
Da die Oberalppassstrasse gesperrt war, wurden sämtliche Zugsinsassen mit der Bahn-Schneeschleuder nach Andermatt zurückgebracht und medizinisch sowie psychologisch betreut. Die meisten Fahrgäste aus dem Unglückszug entschieden sich für die Weiterreise, wie er weiter sagte. Das Bahnpersonal blieb laut Kronig unverletzt.

Den Sachschaden konnte Kronig am Abend noch nicht beziffern. Angesichts der Lawinengefahr habe man sich entschlossen, erst am (morgigen) Dienstag zu entscheiden, wann man einen Augenschein vornehmen wolle, sagte er.

Die MGB hatte sich gemäss Mitteilung erst kurz vor dem Ereignis entschieden, die Strecke zwischen Andermatt und Dieni bei Sedrun um 15 Uhr wegen Lawinengefahr zu sperren. Die MGB stellte nicht nur den Autoverlad zwischen Andermatt und Sedrun ein, sondern am Abend auch jenen an der Furka zwischen Realp im Wallis und Realp im Kanton Uri.

ap