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OBERALPPASS: Ted Scapa feiert die malende Jugend

Mit einem Familienfest wurde der niederländisch-schweizerische Künstler Ted Scapa als Ehren-Leuchtturmwärter auf dem Oberalppass eingesetzt. Im Malwettbewerb nahmen über 100 Personen teil.
Georg Epp
Der Malwettbewerb fand bei Kindern grossen Anklang. (Bild: Georg Epp (Oberalppass, 30. Juli 2017))

Der Malwettbewerb fand bei Kindern grossen Anklang. (Bild: Georg Epp (Oberalppass, 30. Juli 2017))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Der Wettergott meinte es gut mit den Attraktionen auf dem Oberalppass. Einerseits startete Ted Scapa bereits um 9.30 Uhr im Leuchtturm ein frescoartiges Wandgemälde zum Thema Leuchtturm, und andererseits belebte der beliebte Passmarkt mit rund 30 Marktfahrern ab 10 Uhr den Passübergang zu Graubünden. Um die Mittagszeit waren die Parkplätze auf dem Übergang zu Graubünden sehr rar geworden.

Nach dem Mittag freuten sich Kinder und junggebliebene Erwachsene, mit Ted Scapa zu malen. Durch die Kindersendung «Das Spielhaus» im Schweizer Fernsehen DRS wurde Scapa in den 1960er- und 1970er-Jahren zu einer national bekannten Persönlichkeit. Als Cartoonist zeichnete er für die internationale Presse und veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher und Cartoonsammlungen. Heute ist er als freier und vielseitiger Künstler tätig. So entstehen Bilder, Skulpturen, Designerteppiche und Lichtkörper, die in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt werden. Scapa arbeitet mit Kindern und Erwachsenen in «Creativity Workshops». Er lebt und arbeitet am Murtensee. Zwischendurch fand Ted Scapa auch noch Zeit, den Gästen seine Bücher mit spezieller Widmung zu signieren.

Besondere Beziehung zu Leuchttürmen

Gleichzeitig mit der Bekannt­gabe der Gewinner im Malwettbewerb ging auch der Festakt zur Einsetzung von Ted Scapa als Ehren-Leuchtturmwärter 2017 über die Bühne. Der 86-jährige Künstler freute sich riesig über die Ehre, ein Jahr lang als Ehren-Leuchtturmwärter zu amten. Er löst damit das niederländische Varieté-Duo Mini & Maxi (Peter de Jong und Karel de Rooij) ab. Als gebürtiger Holländer hat er eine besondere Beziehung zu den Leuchttürmen. «Der Leuchtturm ist das Letzte, was man sieht, wenn man wegfährt, und das Erste, das man sieht, wenn man wieder ankommt.»

Um 15.30 Uhr wurde das Geheimnis der Wandmalerei im Leuchtturm gelüftet und die Gewinner des Malwettbewerbes bekanntgegeben. Die Sieger pro Kategorie erhielten eine exklu­sive Leuchtturm-Schlüssel-Box mit Broschüre und dem «Roten Leuchtturmschlüssel», der dem Besitzer jederzeit den Zugang zum Leuchtturm ermöglicht.

Scapa war begeistert von den Kunstwerken, die gemalt wurden, und es war alles andere als einfach, einen Sieger zu bestimmen. Sieger der Kategorie bis 7 Jahre wurde Elisa Prado aus dem zürcherischen Volketswil. Sie und ihre Nachbarin Adriana Bieri waren so begeistert vom Malwettbewerb, dass sie je gleich fünf Kunstwerke in die Wertung brachten. Elisa meinte kurz und bündig: «Ich male sehr gerne und will Künstlerin werden.» Die Freude bei der Siegerin war gross, sehr bald wird sie mit dem Leuchtturmschlüssel wieder vorbeikommen und alle Zeichnungen bestaunen. Die Zeichnungen werden nämlich für ein Jahr im Innern des Leuchtturms präsentiert. Lian Kuster siegte in der Kategorie Jugendliche und Daniela Maissen bei den Erwachsenen.

Ein gelungener Familienanlass

Im Anschluss an die Preisverleihung gratulierten die anwesenden Stiftungsratsmitglieder Ted Scapa zum Ehren-Leuchtturmwärter. Das frescoartige Wandgemälde begeisterte, und die Aktion war ein voller Erfolg.

Rundum zufrieden zeigte sich auch Marcello Giger, Präsident des Stiftungsrates, es war ein echtes Familienfest für Gross und Klein. Der Stiftungsrat wurde vor zwei Jahren gegründet mit dem Ziel, «den einzigen Leuchtturm der Alpen bei der Rheinquelle auf 2046 m ü. M. und auch unsere Region bekannter zu machen». Ab 100 Franken Spende können alle Besitzer eines Leuchtturmschlüssels werden. Mit dem Spendengeld will man weitere Events organisieren und den Betrieb und Unterhalt des Leuchtturms finanzieren.

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