OBERGERICHT: Der Barbetreiber soll doch zahlen

Ein Erstfelder Barbetreiber wird vom Urner Obergericht verurteilt, weil sich in seiner Bar drei ausländische Frauen nicht als Touristinnen, sondern als Prostituierte aufhielten.

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(Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

(Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vom ebenfalls erhobenen Vorwurf der Pornografie wird er hingegen freigesprochen. Mit dem nun erfolgten, aber noch nicht rechtskräftigen Urteil wird ein weiteres Kapitel in einem Fall geschrieben, der die Urner Gerichte schon mehrere Jahre beschäftigt.

Begonnen hatte das Ganze mit einer verdeckten Ermittlung, die im April 2004 in eine Razzia mündete. Dabei hatte die Polizei im einschlägig bekannten Lokal drei illegal anwesende Frauen aus dem Ausland angetroffen. Das Landgericht Uri verurteilte den Barbetreiber im Jahre 2008 wegen Verstössen gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung. 2009 hiess das Urner Obergericht eine Berufung des Barbetreibers gut und hob die Verurteilung auf. Dagegen erhob der Urner Staatsanwalt Beschwerde vor Bundesgericht. Mit Erfolg.

Das Obergericht hat Barbetreiber zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 50 Franken verurteilt. Zusätzlich soll er auch die bereits verhängten Geldstrafen der Vorinstanzen (3000 Franken) bezahlen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt 5500 Franken muss der Barbetreiber nur zu einem Viertel übernehmen, der Rest geht zu Lasten der Staatskasse.

Daniel Regli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.