Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBERGERICHT: Einbrecher muss in Haft bleiben

Während andere in seinem Alter die Pension geniessen, hat sich ein 70-Jähriger während elf Monaten unter anderem im Kanton Uri unbefugten Zutritt zu fremden Wohnungen verschafft.
Gestelle Szene eines gewaltsamen Einbruchs. (Symbolbild Keystone, 23.07.2015)

Gestelle Szene eines gewaltsamen Einbruchs. (Symbolbild Keystone, 23.07.2015)

Insgesamt 19 Einbrüche oder Einbruchdiebstähle wurden ihm zur Last gelegt – sieben davon begangen in Andermatt, weitere in anderen Zentralschweizer Kantonen, im Wallis, in Graubünden und im Tessin.

7 der 19 Einbrüche gab der Beschuldigte im August 2017 vor dem Landgericht Ursern zu. Das Gericht sprach ihn jedoch in acht Fällen, einer davon begangen in Andermatt, schuldig und verurteilte ihn zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten (unsere Zeitung berichtete).

Gericht bejaht Flucht- und Wiederholungsgefahr

Ausserdem beschloss das Landgericht Ursern, den Mann bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils in Sicherheitshaft zu behalten. Dagegen wehrt sich der Mann. Er hat Berufung gegen das Urteil eingelegt und beim Urner Obergericht ein Haftentlassungsgesuch gestellt.

Letzteres wurde nun abgelehnt. Neben dem Haftgrund des dringenden Tatverdachts ist für das Obergericht auch Flucht- und Wiederholungsgefahr gegeben. Der Mann sei zwar Schweizer, lebe aber seit 23 Jahren in Italien, wo er einen Sohn und sein näheres Umfeld hat. Eine Flucht sei damit «nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich». Ausserdem sei der Mann seit 1991 immer wieder wegen Einbruchdiebstählen verurteilt worden – zu insgesamt knapp 14 Jahren Freiheitsstrafe. Der Beschuldigte «delinquierte eigentlich nur dann nicht, wenn er gerade Haftstrafe verbüsste oder sich in Untersuchungshaft befand». Damit sei auch der Haftgrund der Wiederholungsgefahr gegeben.

Da die Gefahren mit Ersatzmassnahmen nicht gebannt werden können, muss der Mann bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils in Sicherheitshaft bleiben, so das Obergericht.

(eca)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.