OBERGERICHT URI: Verschwägert: CVP Uri hat ein Richterproblem

Die CVP Uri hat am Mittwoch Paul Jans als neuen Urner Oberrichter nominiert. Er kandidiert aber seit gestern nur noch unter Vorbehalt.

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Paul Jans ist einer der Kandidaten für das Oberrichteramt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ (Archiv))

Paul Jans ist einer der Kandidaten für das Oberrichteramt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ (Archiv))

Robert Stampfli (SVP, bisher) und Paul Jans (CVP, neu) kandidieren am 8. März für das Urner Obergericht. Wählbar sind beide. Und die Wahrscheinlichkeit, dass beide den Sprung schaffen, ist sehr gross, da nur so viele Kandidaten antreten, als Sitze zu vergeben sind. Doch im Falle einer Wahl können nicht beide gemeinsam dem Obergericht angehören. Der Grund: Sie sind verschwägert. Das Amt antreten könnte derjenige, der am 8. März mehr Stimmen erhält.

Nicht gegen den Schwager

Für Paul Jans, der erst gestern über das sich aufgrund der Kantonsverfassung anbahnende «Verwandtschaftsproblem» ins Bild gesetzt wurde, ist klar: «Ich werde nicht gegen meinen Schwager antreten.» Falls über das Wochenende keine andere Lösung gefunden werde, stelle er sich nicht zur Wahl. Eine andere Lösung? Jans sieht nur zwei Möglichkeiten. Variante 1: Ein CVP-Kandidat ist zu einer Rochade bereit. Das heisst: Er kandidiert statt für das Ober- für das Landgericht. Variante 2: Die CVP findet einen andern Kandidaten.

Bruno Arnold
 





 

 

Robert Stampfli ist ebenso ein Kandidat für das Amt des Oberrichters. (Bild: pd)

Robert Stampfli ist ebenso ein Kandidat für das Amt des Oberrichters. (Bild: pd)