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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Für einmal löst ein Abbau Freude aus

Der Rufbus Uri fährt ab dem 11. Dezember nicht mehr nach Seedorf, Attinghausen und Bürglen. Die Gemeindepräsidenten freuen sich allerdings allesamt über das neue Konzept, das vorliegt.
Philipp Zurfluh
Seedorf wird seit kurzem tagsüber und schon bald auch abends ÖV-mässig besser erschlossen. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 22. November 2016)

Seedorf wird seit kurzem tagsüber und schon bald auch abends ÖV-mässig besser erschlossen. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 22. November 2016)

Die Auto AG Uri baut ihr Fahrplanangebot ab 11. Dezember aus. Profitieren werden vor allem die Einwohner von Bürglen, Seedorf und Attinghausen. Die Anbindung an Altdorf wird dank zusätzlicher Abend- respektive Nachtkurse deutlich verbessert.

Bisher waren die drei Gemeinden nach 19 Uhr ÖV-mässig nur auf Bestellung mit Altdorf vernetzt. Der Rufbus Uri war für die Einwohner – neben privaten Taxis oder Abholdiensten – die einzige Möglichkeit, um auf das Benützen des eigenen Fahrzeugs zu verzichten. Der Rufbus brachte die Gäste von Montag bis Samstag an den gewünschten Ort in Altdorf, Bürglen, Seedorf oder Attinghausen und zurück.

Kanton Uri erhält eine Neuausrichtung

Ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember ist der Rufbus Uri nun aber Geschichte. «Das Angebot wurde in den vergangenen Jahren immer weniger benutzt und wird deshalb neu konzipiert», erklärt Peter Aregger, Leiter Betrieb und Technik bei der Auto AG Uri. «Mit ein Grund: Der Rufbus hatte den Nachteil, dass er zu gewünschten Zeiten teilweise besetzt war und Fahrgäste deshalb längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.»

Der Rufbus wird allerdings kompensiert: «Wir haben ein Konzept erarbeitet, von dem viele Einwohner der Aussengemeinden profitieren werden», sagt Aregger. Das heisst konkret: Vom Telldenkmal Altdorf nach Bürglen verkehrt heute der letzte Bus um 19.58 Uhr. Neu fahren von Montag bis Samstag um 20.58 Uhr, 21.58 Uhr und 22.58 Uhr drei weitere Kurse Richtung Bürglen, am Freitag und Samstag zusätzlich auch um 23.58 Uhr und um 0.58 Uhr.

Fahrgastzahlen sind um 70 Prozent gestiegen

Markus Frösch, Gemeindepräsident von Bürglen, freut sich über die «äusserst positive Entwicklung». «Nicht zuletzt für die jüngeren Generationen ist dies sicher eine tolle Sache», so Frösch. Seit der Einführung des Halbstundentakts seien die Fahrgastzahlen um 70 Prozent gestiegen, ergänzt er. Dabei stützt sich der Gemeindepräsident auf Zahlen der Auto AG Uri ab. Was noch fehle, sei der Halbstundentakt am Wochenende. «Viele Leute nutzen das Busangebot der Auto AG Uri, wenn sie eine Wanderung unternehmen.» Nach Meinung von Frösch würden zusätzliche Kurse an den Wochenenden dazu führen, deutlich mehr Gäste ins Schächental zu locken.

Vorteile für Leute, die im Schichtbetrieb arbeiten

Auch in Seedorf freut man sich über die zusätzlichen Kurse am Abend. «Das war schon länger ein Anliegen unserer Bevölkerung», erklärt Gemeindepräsident Max Aschwanden. Neu werden von Montag bis Samstag um 20.28 Uhr, 21.28 Uhr, 22.28 Uhr und 23.28 Uhr Kurse vom Telldenkmal Altdorf nach Seedorf angeboten. In der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag verkehren die Busse zusätzlich auch um 0.28 Uhr und 1.28 Uhr. «Dank des neuen Konzepts muss man zum Beispiel bei längeren Arbeitszeiten keinen Transfer nach Seedorf mehr organisieren», so Aschwanden. «Die Neuerung ist ganz im Sinne der Gemeindebehörden.»

Attinghausen profitiert genau gleich wie Seedorf. Die Kurse führen via Seedorf ins Freiherrendorf. «Das ist eine enorme Verbesserung für das ÖV-Netz», betont Gemeindepräsident Karl Imholz. «Die fehlende Busverbindung nach 19 Uhr Richtung Attinghausen ist oft bemängelt worden.» Für die jungen Leute, die am Wochenende in den Ausgang möchten, seien die späteren Verbindungen ebenfalls «ein Segen».

«Tiefer in die Tasche greifen müssen die Busbenützer aber nicht», betont Peter Aregger. «Im Gegenteil: Die Billettpreise der abendlichen Verbindungen gestalten sich gleich wie im Linienbetrieb tagsüber. Und nicht ­zuletzt profitieren auch Generalabo-, Halbtaxabo-, Stre­ckenabo- und Gleis-7-Besitzer davon.»

Philipp Zurfluh

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