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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Mit einem Wischen Billette kaufen

Die neueste App der Auto AG Uri ist laut eigenen Angaben die «einfachste Fahrkarte der Schweiz». Nun ist die App für das Busliniennetz Uri verfügbar.
Thomas Aschwanden, Leiter öffentlicher Verkehr bei der Volkswirtschaftsdirektion Uri. (Bild: PD)

Thomas Aschwanden, Leiter öffentlicher Verkehr bei der Volkswirtschaftsdirektion Uri. (Bild: PD)

«Wischen und Fahren» – so einfach funktioniert der öffentliche Verkehr heute. Kein Münz parat zu haben oder kein Billett gelöst zu haben, obschon der Bus bereits in die Haltebucht eingefahren ist, sind laut einer Mitteilung der Auto AG Uri (AAGU) «Sorgen von gestern». Die Fahrgäste der AAGU können demnach mit der Einführung ab September ihr Billett in Sekundenschnelle via Mobiltelefon durch eine Wisch-Bewegung aktivieren. Die neu lancierte App soll die ÖV-Nutzung «revolutionieren», wie es in der Mitteilung heisst.

«Fairtiq funktioniert einfach und ist den Kundenbedürfnissen bestens angepasst», erklärt Miriam Würsch, Mediensprecherin der AAGU. Beim Zusteigen in den Bus wischt man einmal über die auf das Handy geladene App. Steigt man wieder aus, wischt man zurück. Mittels Standortermittlung kann der Reiseweg des Fahrgastes erfasst und nachvollzogen werden. Am Ende der Fahrt wird dem Fahrgast das preisgünstigste Billett via hinterlegtes Zahlungsmittel verrechnet. Sollte das Auschecken vergessen gehen, erhält der App-Benutzer nach einer gewissen Zeit automatisch eine Erinnerung.

«ÖV-Kunden wollen einfache Lösungen»

Die AAGU hat sich seit geraumer Zeit mit einer mobilen Lösung für das moderne Onlineticket-Geschäft beschäftigt. Uri bietet mit der AAGU als «Early Follower» im direkten Verkehr – also ohne Tarifverbund – eine App-basierte Ticketing-Lösung an. Thomas Aschwanden, Leiter öffentlicher Verkehr bei der Volkswirtschaftsdirektion Uri, erklärt: «Die ÖV-Kunden wollen Lösungen, die einfach zu bedienen und überall verfügbar sind. Mit der App fällt die Suche nach dem korrekten Ticket vor der Reise weg, was in diesem Fall das Busfahren stark vereinfacht.» Die App reagiere auf verschiedene Bewegungssensoren. Aufgrund dessen erkenne die App, wenn jemand beispielsweise den Bus verlasse und zu Fuss weitergehe. Falls ein Fahrgast vergesse, sich am Ende seiner Reise auszuchecken, erscheine nach einer gewissen Zeit eine Erinnerung, um die App zu verlassen. Danach berechnet die App den günstigsten Fahrpreis und verrechnet diesen. «Somit haben Fahrgäste die Best-Price-Garantie und totale Kostenkontrolle, denn diese werden übersichtlich in der App oder per E-Mail gelistet», erklärt Thomas Aschwanden.

Schwarzfahrern auf der Schliche

Zu möglichen Schwarzfahrern sagt Aschwanden, dass sich das Angebot im ÖV «prinzipiell an ehrliche Fahrgäste richtet, die für die bezogene Leistung den erforderlichen Betrag bezahlen». Da auf der App die Uhrzeit mitläuft, sieht der Kontrolleur, wie lange die Fahrt bereits andauert. «So kommt man möglichen Schwarzfahrern einfach auf die Schliche.»

Thomas Aschwanden räumt zudem Bedenken bezüglich Daten­schutz und der Standort­lokalisierung aus dem Weg. «Die App-Gründer haben das gründlich mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten geprüft. Der Busbetrieb kennt lediglich die Handynummer, hat aber keine Daten über den Nutzen dahinter. Lediglich die Daten des Reisewegs werden benötigt, um am Ende der Reise für den Kunden den günstigsten Fahrpreis zu berechnen.»

Bis jetzt sei es noch nicht möglich, Billette für Familien oder Gruppen zu lösen. Die App werde jedoch laufend weiterentwickelt. (red)

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