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ÖV-Anbindung in neuem Urner Verkehrsplan sorgt für Kritik

Im Urner Landrat hat am Mittwoch der Verkehrsplan zu reden gegeben, der aufzeigt, wie sich die Verkehrsflüsse im Kanton Uri künftig entwickeln sollen. Kritik gab es an der ÖV-Anbindung des Urner Oberlands.
Markus Zwyssig

Die Landräte heissen den kantonalen Verkehrsplan mit 47 Ja- und 8 Nein-Stimmen (5 Enthaltungen) gut. Dieser ist auf den Richtplan abgestimmt, der ebenfalls Thema war. Peter Tresch, (FDP, Göschenen) Vizepräsident der Baukommission, bemängelte, dass der Landrat nicht mitreden, sondern nur Ja oder Nein sagen könne. Mit grossem Unverständnis habe die Kommission «die sture Haltung der Verkehrsplaner» zur Kenntnis genommen, welche keine direkten Verbindungen aus den ländlichen Regionen zum geplanten Kantonsbahnhof in Altdorf geschaffen hätten. Auch Bernhard Epp (Bürglen) sagte, die FDP würde es begrüssen, wenn der Fokus nicht nur auf die Zentren, sondern auch auf die Randregionen gelegt werde. «Unsere Fraktion würde es befürworten, wenn der Regierungsrat den neuen Verkehrsplan noch einmal überarbeiten und dem Landrat erneut zur Genehmigung vorlegen würde.»

Marcel Bachmann (FDP, Silenen) sagte, er könne dem Verkehrsplan nicht zustimmen. Das Urner Oberland habe keine hohe Priorität. Peter Tresch schlug in dieselbe Kerbe. Er fragte gar, ob das Oberland zum Tessin wechseln solle. Der Regionalzug Tilo halte in verschiedenen Gemeinden im oberen Tessin. Im Kanton Uri würden Halte im Oberland nicht weiter verfolgt.

CVP sorgt sich um die finanzielle Möglichkeiten

Bei der CVP-Fraktion war intensiv über die allgemeine Linienführung aller Busse durch Altdorf respektive via Telldenkmal diskutiert worden. «Es stellt sich die Frage, weshalb der Verkehr nicht direkt via neue West-Ost-Verbindung geführt wird», sagte Franz Christen (CVP, Schattdorf). Er warf die Frage auf, ob Kanton und Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel habe, um alle Massnahmen der drei regionalen Gesamtverkehrkonzepte Urner Unterland, Mitte und Ursern zeitgerecht zu realisieren. Raphael Walker (Grüne, Altdorf) bezeichnete den Verkehrsplan als geeignetes Instrument zur nachhaltigen und gezielten Entwicklung des Verkehrs in Uri.

Bauer Landrat äussert Kritik

Vinzenz Arnold (SVP, Schattdorf) kritisierte, dass mit Bauen eine ganze Gemeinde nicht an den öffentlichen Verkehr angebunden sei. Toni Infanger (SVP, Bauen) sagte, er habe zwei Vorstösse eingereicht, um Bauen an den ÖV anzuschliessen. Auch zur Fusion mit Seedorf werde er vermutlich Nein stimmen, dann habe Bauen nichts mehr zu sagen.

Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind bezeichnete den Verkehrsplan als ein umfassendes Werk, bei dem man insbesondere die Gemeinden stark mit einbezogen habe. Es gehe aber auch darum, kostenbewusst zu arbeiten.

«Der öffentliche Verkehr muss fahren, wo es Leute hat.»

Er versicherte aber: «Es gibt keine Verschlechterungen gegenüber dem heutigen Zustand.» Trotz allem werde es auch in Zukunft nicht möglich sein, alle Menschen auf den ÖV zu bringen.

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