Öffentlicher Verkehr

Urner Buslinien tragen nun auffällig hohe Nummern

Seit dem Fahrplanwechsel sind auch die Bus-Displays in Uri anders beschriftet. Weshalb das so ist, erklärt André Walker von der Auto AG Uri.

Christian Tschümperlin
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401 statt 1 – in Uri verkehren neu Busse mit hohen Liniennummern. Das kennt man sonst aus grösseren Städten wie Zürich. Will Uri neu auch zur Metropole werden? André Walker, Leiter Betrieb und Technik bei der Auto AG Uri, verneint auf Anfrage unserer Zeitung. Bei der Umstellung der Linienbus-Nummern handle es sich um eine vorsorgliche Massnahme. «Die Nummern im Bereich 400 waren bereits bisher offiziell so hinterlegt. Jetzt weisen wir dies korrekterweise auch so auf den Bus-Displays aus.»

Das Urner Busnetz ist mit ungewöhnlich hohen Nummern beschriftet.

Das Urner Busnetz ist mit ungewöhnlich hohen Nummern beschriftet.

Bild: Florian Arnold (Altdorf, 8. Januar 2020)

Für die ganze Zentralschweiz gilt bei den sogenannten Vorplanfeldern des öffentlichen Verkehrs die Vornummer «60». Für Luzern folgt das Feld 000, für Nidwalden 300, für Schwyz 500 und für Uri eben 400. «Nun gibt es eine neue Vorgabe des Bundesamtes für öffentlichen Verkehr, die ganze Zahl auszuweisen. Ansonsten könnte man bestraft werden. Dem kamen wir mit der Umstellung zuvor und haben zugleich die Chance auf Vereinheitlichung ergriffen», sagt Walker. Der Vorteil sei, dass dann die Verwechslungsgefahr bei grenzüberschreitenden Busverbindungen weniger gross sei. «Beim Bahnhof Flüelen hat der Winkelried-Bus nun die Nummer 310 und der Schnellbus Andermatt die Nummer 410.»

Mohrenkopf heisst nun Oberdorf

Die neuen Busnummern werden seit dem 13. Dezember auf den Displays so angezeigt, als der Fahrplanwechsel stattfand. Mit dem neuen Fahrplan wurde auf der Linie 401 Flüelen–Göschenen zwischen Erstfeld und Amsteg von Montag bis Sonntag nun durchgehend der 30-Minuten-Takt eingeführt. Bisher verkehrten die Busse im Stundentakt. Auch die Linie 403 Bürglen–Altdorf Bahnhof wird neu samstags im 30-Minuten-Takt bedient. Auch hier galt davor der Stundentakt.

Seit dem Fahrplanwechsel ist ausserdem die Haltestelle Mohrenkopf in Erstfeld umbenannt – und zwar in Oberdorf. Damit wollte man auf Wunsch der Gemeinde Erstfeld dem Verdacht entgegenwirken, die Bezeichnung Mohrenkopf könnte auf die Fahrgäste rassistisch wirken, da man mit der Bezeichnung alleine die historische Bedeutung der Benennung nicht aufzeigen könne.