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ORASCOM: «Wir können schneller wachsen»

Samih Sawiris muss sich einen neuen CEO für sein Unternehmen suchen. Dieser müsse Arabisch sprechen, sagt der Ägypter. Und nimmt erstmals Stellung zur SVP-Initiative.
Dominik Buholzer
Samih Sawiris (57) bei der Eröffnung des Hotels Chedi in Andermatt vom letzten Dezember. Bis ein neuer CEO gefunden ist, führt er die Orascom Holding selber. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Samih Sawiris (57) bei der Eröffnung des Hotels Chedi in Andermatt vom letzten Dezember. Bis ein neuer CEO gefunden ist, führt er die Orascom Holding selber. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Orascom Holding des Ägypters Samih Sawiris kommt nicht aus der Ruhe. Die Turbulenzen in Ägypten verursachen sinkende Umsätze und Gewinne. Eine Reisewarnung für die Sinai-Halbinsel spitzt die Situation weiter zu. Letzte Woche trennte sich Orascom-Besitzer Sawiris zudem von seinem CEO. Im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» verrät Sawiris, über welche Qualitäten der neue CEO verfügen muss. «Es muss eine Person sein, die sich in allen Kulturen zu Hause fühlt und nach Möglichkeit auch Arabisch spricht», sagt Sawiris. Er wolle sich nicht hetzen lassen und genügend Zeit nehmen, bis der ideale neue operative Chef des Tourismusunternehmens gefunden ist. Bis es soweit ist, führt der 57-jährige Ägypter sein Unternehmen selber.

Investitionen in Deutschland

Um die Hotelauslastung in seinen Resorts zu verbessern, kauft Sawiris als Privatperson Anteile an der FTI-Gruppe und an der RT/Raiffeisen Touristik Group (wir berichteten). «Durch die Beteiligung an den Deutschen Reiseveranstaltern können wir schneller wachsen», kommentiert er den Deal. Er rechnet damit, dass sich die benötigte Zeit zur Positionierung einer neuen Destination im Markt durch den Zukauf halbiert. Mit den Beteiligungen handelt Sawiris entgegen dem allgemeinen Branchentrend.

«Keine Fremdenfeindlichkeit»

Zufrieden zeigt sich Sawiris mit den Fortschritten in Andermatt. Das im Dezember eröffnete Hotel Chedi sei sehr gut gebucht. «Die Auslastung liegt zwischen 50 bis 60 Prozent, an Wochenenden sind wir zum Teil ausgebucht.» Zum ersten Mal nimmt der Unternehmer Stellung zur angenommenen Masseneinwanderungsinitiative der SVP. «Die Schweiz macht damit klar, dass sie nur jene ausländischen Arbeitskräfte will, die ihr etwas bringen», sagt Sawiris. Fremdenfeindlich sei der Volksbeschluss nicht.

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