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An der Urner Gesundheitskonferenz geht es um das Thema «Organspende»

Am Montag, 25. März, findet zum 16. Mal die Urner Gesundheitskonferenz statt. Bei der diesjährigen Tagung steht das schweizweit aktuelle Thema «Organspende und Transplantation» im Mittelpunkt.
Franz Immer (links), Facharzt für Herzchirurgie, CEO Swisstransplant, und Stefan Lötscher, Chefarzt Anästhesie am Kantonsspital Uri, referieren an der Urner Gesundheitskonferenz. (Bilder: PD)

Franz Immer (links), Facharzt für Herzchirurgie, CEO Swisstransplant, und Stefan Lötscher, Chefarzt Anästhesie am Kantonsspital Uri, referieren an der Urner Gesundheitskonferenz. (Bilder: PD)

(pd/pz) Über 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer befürworten die Organspende. Auch die medizinischen Fachpersonen und die Politik unterstützten die Organspende mehrheitlich. Trotzdem sterben in der Schweiz jährlich etwa 100 Personen, weil ihnen kein passendes Organ zugeteilt werden konnte. Dies geht aus einer Mitteilung der kantonalen Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion hervor. 1412 Schweizerinnen und Schweizer würden auf ein neues Organ warten (Stand: Dezember 2018).

«Die Schweiz weist im Vergleich mit ihren Nachbarländern seit Jahren sehr tiefe Organspenderzahlen auf», schreibt die Urner Gesundheitsdirektion. Mit rund 13 Spendern im primären Hirntod (DBD) pro Million Einwohner sind es jährlich nicht einmal halb so viele wie in Frankreich, Italien oder Österreich.

Langes Warten auf Organtransplantation

Die niedrige Spenderate habe zur Folge, dass Organe für Transplantationen fehlen, und die Patienten auf der Warteliste daher länger auf eine Organtransplantation warten müssen. Laut der Gesundheitsdirektion sei diese Situation eine grosse Belastung sowohl für die Menschen auf der Warteliste und deren Angehörige als auch für die ganze Gesellschaft. Denn durch die lange Wartezeit würden zusätzliche Krankheitskosten sowie Kosten wegen Arbeitsausfall verursacht. Die Gesundheitsdirektion schreibt dazu:

«Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet das Warten auf ein Organ, dass sich während dieser Zeit nicht nur ihre Lebensqualität, sondern auch die Gesundheit zunehmend verschlechtert.»

Fakt sei, dass heute ein deutliches Missverhältnis zwischen der Anzahl Organspendern und Menschen bestehe, die dringend auf ein neues Organ warten. Deshalb würden in der Schweiz mehr Organspender benötigt.

Wird nach einem tragischen Ereignis der Hirntod eines Patienten festgestellt, stehen den Angehörigen besonders schwierige Momente bevor. Sie haben den Schock noch gar nicht verarbeiten können und müssen bereits entscheiden, ob der Patient mit einer Organspende einverstanden gewesen wäre oder nicht. «Denn nach der heutigen gesetzlichen Regelung müssen im Todesfall die Angehörigen im Sinne des Verstorbenen über eine Organspende entscheiden, falls keine Organspende-Karte vorliegt, diese nicht auffindbar ist und kein Eintrag im Organspenderegister besteht», so die Gesundheitsdirektion. Die Angehörigen kennen jedoch den Willen der verstorbenen Person häufig nicht, denn nur eine Minderheit hat die Familie darüber informiert oder eine Organspende-Karte ausgefüllt.

Zwei Ärzte klären auf

Laut der Gesundheitsdirektion zeige sich, dass im Bereich Organspende vielfach Informationslücken, Unsicherheiten und Missverständnisse bestehen. Die 16. Urner Gesundheitskonferenz am 25. März im Pfarreizentrum in Erstfeld widmet sich daher schwerpunktmässig dem Thema «Organspende und Transplantation». Dazu wird Franz Immer, Facharzt für Herzchirurgie und CEO Swisstransplant, ein Referat mit dem Titel «Organspende und Transplantation in der Schweiz: Fakten und aktuelle Entwicklungen» halten. Danach wird Stefan Lötscher, Chefarzt Anästhesie am Kantonsspital Uri, über die Organspende und Transplantation im klinischen Alltag des Kantonsspitals Uri berichten.

Als Abschluss wird eine Fragerunde mit den Referenten unter der Leitung von Gesundheitsdirektorin Barbara Bär durchgeführt. Dabei können auch Fragen aus dem Publikum beantwortet werden.

Interessierte Personen müssen sich anmelden

(pd/pz) Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen ist ein wichtiges Anliegen der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Um diesen Austausch zu fördern, veranstaltet die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion jährlich eine kantonale Gesundheitskonferenz. Sie richtet sich nicht ausschliesslich an die Behörden und an medizinische Leistungserbringer, sondern an die ganze Bevölkerung. Alle interessierten Personen sind daher eingeladen, an der Gesundheitskonferenz teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Gesundheitskonferenz findet im Pfarreizentrum in Erstfeld statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich. Sie kann online unter www.ur.ch/gesundheitskonferenz oder per E-Mail an ds.gsud@ur.ch (unter Angabe von Vorname, Name, Organisation, Funktion) erfolgen.

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