Orientierungslauf
Urner Läufer erzielen Topergebnisse und werden mit Medaillen belohnt

An der Swiss Orienteering Week sind OL-Läufer aus vielen verschiedenen Ländern gegeneinander angetreten. Die Urner Vertreterinnen und Vertreter haben eine gute Figur gemacht.

Mireille Gisler
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Mirjam Würsten verpasste knapp den dritten Rang.

Mirjam Würsten verpasste knapp den dritten Rang.

Bild: PD/Alpha Foto

Am Samstag, 17. Juli, haben sich in Arosa 2114 OL-Läuferinnen und -Läufer aus 23 verschiedenen Ländern eingefunden. Der Hintergrund: die Swiss Orienteering Week. Doch bevor das Kräftemessen starten konnte, mussten die Läuferinnen und Läufer durch den Corona-Check-in. Die Teilnehmenden mit einem negativen Test müssen sich am Mittwoch noch einmal testen lassen im dafür vorgesehenen Testcenter. Zusätzlich galt während der ganzen Woche ein Schutzkonzept. Die OL-Läuferinnen und -Läufer können sich über sechs verschiedene Etappen freuen und am Mittwoch einen Ruhetag ohne Wettkampf geniessen.

Die erste Etappe nennt sich «die Rassige» und ist ein Waldsprint und somit eine eher seltene Disziplin. Das Laufgelände dieser Etappe auf der Karte «Arosa Obersee» besteht aus mehreren gut belaufbaren und technisch anspruchsvollen Waldstücken, die von Quartieren und Wiesen unterteilt werden. Jedes Waldstück hat seinen eigenen Charakter und sorgt damit für fordernde Abwechslung. Gesamthaft ist es ein leicht drehender, offener Wald, dessen mit Gras überwachsenen Boden ein hohes Tempo ermöglicht. Zudem waren die zwei verschiedenen Starts 70 beziehungsweise 170 Höhenmeter ob dem Zeil gelegen, das Gefälle trägt ebenfalls zu einem hohen Lauftempo bei. In den kleinen feinkupierten Gebieten reihen sich Kuppen, Hügel und Senken aneinander und fordern volle Konzentration. Im schmalen Schlussteil ist es schliesslich aufgrund der hohen Zahl Läuferinnen und Läufer zugegangen wie in einem Ameisenhaufen.

Urnerinnen und Urner sind vorne mit dabei

Die Urner Teilnehmenden durften sich über Top-Ten-Plätze und über einen Podestplatz freuen: Sonja Würsten aus Schattdorf durfte sich nach hervorragender Leistung in der Kategorie Damen A kurz über den zweiten Platz freuen. Mirjam Würsten, auch aus Schattdorf, verpasste mit nur 37 Sekunden den dritten Rang in der Kategorie Damen 20. Die Altdorferin Isabelle Gisler wurde in der Kategorie Damen 18 Sechste. Den zehnten Rang in der Kategorie Damen 45 Kurz erzielte die Altdorferin Cornelia Gisler-Musch. Sven Gisler aus Attinghausen wurde in der Kategorie Herren A Kurz Achter.

Das Wettkampfzentrum der zweiten Etappe erreichte man von Arosa aus mit einer Gondelfahrt, einer Seilbahnfahrt und schliesslich noch einer Sesselfahrt. Auch vom Ziel zurück ins Wettkampfzentrum durften die meisten Läuferinnen und Läufer die Sesselbahn benützen. Nur die Elite Bahnen, Herren A Lang, Herren 35 und Damen/Herren 20 mussten diese Steigung während des Laufs und unter Zeitdruck zurücklegen. Auch dieses Gelände war, wie alle anderen, alpines Gelände mit weiter Sicht, Geröllfeldern und Alpenrosen. Das Laufgelände in Lenzerheide Scharmoin besteht aus einer grossen offenen Alp, welche in die Ausläufer der Geröllfelder von den markanten Felsformationen übergeht. Es wechseln sich Alpweiden mit Geröllfeldern und niedrigen Buschflächen ab; das Gebiet ist leicht bis stark abfallend und vielfach recht schnell belaufbar. Aber die feine Struktur ist nicht ganz leicht einsehbar.

Bronze für Mirjam Würsten

An der Rangverkündigung am Abend gab es einen herzlichen Applaus für die Schattdorferin Mirjam Würsten. Sie lief in der Kategorie Damen 20 auf den dritten Rang. Auch für Cornelia Gisler-Musch wurde reichlich applaudiert. Die Altdorferin lief auf den zweiten Platz in der Kategorie Damen 45 kurz. Auch Sven Gisler aus Attinghausen lief in der Kategorie Herren A kurz auf den zweiten Platz. Lara Gisler aus Attinghausen wurde in der Kategorie Damen 20 Neunte. Auch Mike Gisler erreichte einen Top-Ten-Platz, der Attinghausner lief in der Kategorie Herren 55 kurz auf den sechsten Rang.

Das Laufgelände der dritten Etappe war das Urdental. Das Gelände forderte von erster Sekunde an volle Konzentration der Teilnehmenden. Die Alpenweiden sind schnell belaufbar, ganz im Gegenteil zu den Geröll- und Steinfeldern, die es ebenfalls zu durchqueren galt. Auf den 2250 Meter über Meer, die das Laufgelände zu bieten hatte, gibt es keine beziehungsweise nur niedrige Vegetation. Aufgrund dessen war die Sicht weit, trotzdem waren nicht alle Postenstandorte sichtbar. Denn das Gelände war auch geprägt von Mulden und Nasen. Auch grosse Felsbrocken gab es genug im Gelände. Nachdem die Läuferinnen und Läufer das Zeil gestempelt hatten und somit ihren Lauf abgeschlossen haben, ging es auf den Weg zurück ins Wettkampfzentrum. Zurückzulegen war ein Wanderweg mit knapp 200 Höhenmeter Steigung und 750 Meter Distanz.

Auch an der dritten Etappe durften sich die Urnerinnen und Urner an der Rangverkündigungen freuen. Cornelia Gisler-Musch aus Altdorf erreichte mit ihrer hervorragenden Leistung in der Kategorie Damen 45 kurz den ersten Platz. Auch aufs Podest steigen durfte am Montag auch Mike Gisler. Der Attinghausner wurde in der Kategorie Herren 55 kurz Dritter. Knapp das Podest verpasst hatte Sven Gisler aus Attinghausen in der Kategorie Herren A kurz, er wurde Vierter. Mirjam Würsten aus Schattdorf erreichte in ihrer Alterskategorie Damen 20 den fünften Rang. In derselben Kategorie wurde Lara Gisler aus Attinghausen Neunte.

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