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Pädagogische Hochschulen
bei Urnern weiterhin gefragt

Über 700 Urner Studenten waren Ende 2017 an einer Universität, einer Fachhochschule oder einer Pädagogischen Hochschule eingeschrieben. Eine sinkende Tendenz ist an den den Universitäten und Technischen Hochschulen feststellbar.
Bruno Arnold
An der Universität St. Gallen waren im Wintersemester 2017/18 insgesamt 26 Urner Studierende eingeschrieben. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

An der Universität St. Gallen waren im Wintersemester 2017/18 insgesamt 26 Urner Studierende eingeschrieben. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Die tertiäre Stufe der Bildung ist im Kanton Uri nicht mit Institutionen vor Ort vertreten. Interkantonale Vereinbarungen und Konkordate stellen aber sicher, dass Urnerinnen und Urner eine Universität, eine Fachhochschule oder eine Pädagogische Hochschule sowie die verschiedensten Bildungsgänge der höheren Berufsbildung zu gleichen Bedingungen besuchen können wie Einwohner der jeweiligen Standortkantone.

Rund 30 Studierende weniger immatrikuliert

Die Bildungs- und Kulturdirektion Uri (BKD) hat am Donnerstag die neusten Zahlen zu den Urner Studierenden veröffentlicht. Im Wintersemester 2017/2018 besuchten insgesamt 717 (Ende 2016: 688) Urner einen Studiengang an einer Universität, einer Fachhochschule oder einer Pädagogischen Hochschule. Insgesamt 336 Urner (189 Männer und 147 Frauen) waren im Wintersemester 2017/2018 an den kantonalen Universitäten und den eidgenössischen Technischen Hochschulen eingeschrieben. Damit setzte sich die sinkende Tendenz der vergangenen Jahre fort. «Die zum Teil noch nicht sehr lange geführten Fachhochschulen stehen im Wettbewerb untereinander und reagieren zeitnah auf aktuelle Strömungen in Wirtschaft und Gesellschaft, um Studenten mit attraktiven Angeboten anlocken zu können», sieht Christian Mattli, Generalsekretär der BKD Uri, einen möglichen Grund für die erwähnte Tendenz.

Am meisten Urner studieren an der Universität Zürich, am wenigsten an der ETH in Lausanne.

An diesen Instituten studieren die Urner:

Universität Zürich 88
ETH Zürich 72
Universität Bern 61
Universität Luzern 33
Universität St. Gallen 26
Universität Basel 24
Universität Freiburg 21
Andere 7
ETH Lausanne 4

Bei den gewählten Fachrichtungen stehen bei den Urner Studierenden nach wie vor die Geistes- und Sozialwissenschaften an erster Stelle, und zwar mit 83 Immatrikulierten, gefolgt von den Naturwissenschaften (71) und den Wirtschaftswissenschaften (50).

Diese Wissenschaften studieren die Urner:

Geistes- und Sozialwissenschaften 83 Studierende (davon weiblich: 49)
Exakte und Naturwissenschaften 71 (23)
Wirtschaftswissenschaften 50 (18)
Recht 34 (15)
Technische Wissenschaften 47 47 (9)
Medizin und Pharmazie 41 (29)
Interdisziplinäre und andere 10 (4)

Ausbildung zur Lehrkraft weiterhin beliebt

Während die Zahl der Urner Studenten an den Universitäten und Technischen Hochschulen in den vergangenen Jahren gesunken ist, erfreuen sich die kantonalen Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen bei den Urnerinnen und Urnern einer steigenden Beliebtheit. Im Wintersemester 2017/2018 waren 381 Urner (206 Frauen und 175 Männer) an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen eingeschrieben, angeführt von den Pädagogischen Fachhochschulen (159) und den Fachhochschulen Zentralschweiz (120).

An diesen Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sind die Urner eingeschrieben:

Pädagogische Hochschulen (Zentralschweiz und andere) 159
Fachhochschule Zentralschweiz 120
Zürcher Fachhochschule 47
Fachhochschule Ostschweiz 15
Berner Fachhochschule 14
Fachhochschule Nordwestschweiz 11
Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana 7
Kalaidos Fachhochschule 6
Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale 2

Bei den gewählten Fachrichtungen schwingt bei den Urner Studierenden weiterhin mit Abstand die Lehrkräfteausbildung obenaus, gefolgt von den Fachrichtungen Technik und IT sowie Wirtschaft/Deinstleistungen.

Diese Fachrichtungen studieren die Urner:

Lehrkräfteausbildung 165 (122 davon weiblich)
Technik und IT 60 (2)
Wirtschaft/Dienstleistungen 54 (20)
Soziale Arbeit 24 (19)
Musik, Theater, Künste 18 (9)
Architektur und Bauwesen 18 (6)
Gesundheit 16 (12)
Design 8 (5)
Angewandte Psychologie 7 (5)
Chemie und Life Sciences 6 (3)
Andere Fachbereiche 2 (1)
Land- und Forstwirtschaft 3 (2)

Kantonsbeiträge von knapp 10 Millionen Franken

Im Rahmen der interkantonalen Vereinbarungen und Konkordaten bezahlte der Kanton Uri im Jahr 2017 rund 3,134 Millionen Franken für kantonale universitäre Hochschulen und rund 6,837 Millionen Franken für kantonale Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Mit der Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen fördert der Kanton Uri zudem weiterhin den chancengleichen Zugang zu den Bildungsinstitutionen. «Jede Person soll eine ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung absolvieren können, auch wenn sie oder ihre Eltern über zu wenig Mittel dafür verfügen», so Mattli. Im Jahr 2017 wurden Stipendien in Höhe von 1,463 Millionen Franken ausbezahlt.

Aufgrund von Erfahrungswerten früherer Jahre beliefen sich die von der kantonalen Stipendienstelle bewilligten zinslosen Darlehen auf 495'200 Franken. Davon wurden aber nur 237'000 Franken effektiv ausbezahlt. «Viele Studierende wollen sich nicht schon vor der Aufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit verschulden und versuchen, anderweitig über die Runden zu kommen», sagt Mattli. Im Vordergrund dürften dabei in erster Linie Teilzeitjobs oder auch die finanzielle Unterstützung durch die Eltern oder durch andere Angehörige stehen.

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