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Interview

Parteipräsident zu Abwahlforderungen an die UKB: «Der SVP Uri geht es nicht um Wahlkampf»

Die neue Strategie der UKB hat nun auch die SVP Uri auf den Plan gerufen. Präsident Pascal Blöchlinger nimmt zu den Forderungen seiner Partei Stellung. Es gehe dabei nicht um den Wahlkampf.
Bruno Arnold
Pascal Blöchlinger, Präsident der SVP Uri: «Das Vorgehen der UKB-Verantwortlichen ist für mich ganz einfach zu krass und zu rigoros.» (Bild: Urs Hanhart, 7. Dezember 2018)

Pascal Blöchlinger, Präsident der SVP Uri: «Das Vorgehen der UKB-Verantwortlichen ist für mich ganz einfach zu krass und zu rigoros.» (Bild: Urs Hanhart, 7. Dezember 2018)

Pascal Blöchlinger, betreibt die SVP Uri mit ihren Abwahlforderungen ganz einfach nur Wahlkampf?

Unsere Argumente und das ernste Anliegen machen wohl klar, dass es hier nicht um Wahlkampf geht.

Was stört Sie konkret an der Strategie der UKB?

Ich schicke voraus: Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass immer weniger Kunden den Weg in eine Bankfiliale gehen. Ich habe daher ein gewisses Verständnis dafür, dass man über Filialschliessungen und einen Personalabbau nachdenkt. Doch das Vorgehen der UKB-Verantwortlichen ist für mich ganz einfach zu krass und zu rigoros. Eine Videoberatung ist kein geeigneter Ersatz für die physische Präsenz vor Ort. Ich hätte erwartet, dass der Umbau Schritt für Schritt geschieht und dass Erfahrungen einfliessen könnten.

Sie wollen Christoph Bugnon und Bankratspräsident Heini Sommer abberufen. Wieso nicht gleich den ganzen Bankrat, nachdem dieser die Strategie offensichtlich mitträgt?

Gleich den ganzen Bankrat abzuwählen, wäre das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, zumal sich der Bankrat erst vor kurzem neu konstituiert hat und neuen Mitgliedern eine gewisse Anlaufzeit zur Einarbeitung gewährt werden soll. Die vom Bankrat gewählte Strategie widerspricht klar der Eigentümerstrategie des Kantons. Wir sind der Meinung, dass Bankrat und Geschäftsleitung nur mit Abberufungen wieder auf Kurs der Eigentümerstrategie gebracht werden können. Wenn ein einzelner Bankrat mit dieser Korrektur nicht einverstanden ist, hat er ja die Möglichkeit, seine Demission einzureichen.

Sie kritisieren auch die «passive Haltung» der Regierung. Was heisst das konkret?

Die Regierung hat die Entscheide des Bankrats einfach so akzeptiert, obwohl wesentliche Bestandteile der Eigentümerstrategie, etwa bezüglich der Geschäftstätigkeit in den Regionen, nicht befolgt wurden. Damit hat der Regierungsrat als Aufsichtsgremium seine Aufgabe klar vernachlässigt und insbesondere die Eigentumsrechte des Kanton an der Bank nicht wahrgenommen.

Was erwartet die SVP Uri nun von der Regierung konkret?

Wir erwarten schlicht, dass die Regierung ihre Aufgabe wahrnimmt und die neue Strategie der Bank mit der Eigentümerstrategie in Einklang bringt. Die UKB muss auf ihre Schliessungsentscheide zurückkommen und die Risiken beim Bahnhof Altdorf unvoreingenommen und ohne Druck seitens des Regierungsrats nochmals prüfen. In der Eigentümerstrategie ist klar festgehalten, dass die UKB in den verschiedenen Regionen Agenturen und Zweigstellen unterhalten und durch ihre Geschäftstätigkeit als grösste Bank im Kanton im Dienste der Urner Wirtschaft und Bevölkerung stehen soll. Nur mit einer umsichtigen Risikopolitik kann dies langfristig gewährleistet werden.

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