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PARTEITAGE IN URI: Nomination der Frau Landammann: Gegenwind für Barbara Bär

Bei der SP gab es viele Diskussionen um die Nomination der Frau Landammann. Die SVP stimmt geschlossen gegen Bär.
Barbara Bär und Roger Nager. (Bilder: Urner Zeitung / Keystone)

Barbara Bär und Roger Nager. (Bilder: Urner Zeitung / Keystone)

Die Parteileitung hatte es bereits angekündigt, nun folgten auch die Mitglieder der SVP Uri dem Vorschlag: Mit 39 Voten (1 Enthaltung) wurde am Donnerstag Roger Nager anstelle von Barbara Bär zur Wahl als Landammann vorgeschlagen. «Regierungsrätin Barbara Bär hat mehrfach mangelndes Einfühlungsvermögen gezeigt im Umgang mit den Gemeinden», sagte Parteipräsident Pascal Blöchlinger. Als Beispiele nannte er die Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) sowie den Eklat in Seelisberg, als dort eine Asylunterkunft geplant wurde. Sie habe nicht deeskalierend gewirkt und falle auf als jemand, der reagiere statt agiere. Roger Nager mache seinen Job bisher gut und habe sich «keinen Bock» zu Schulden kommen lassen. Zu den Ausführungen des Präsidenten gab es keine Wortmeldungen.

Zu vielen Diskussionen hingegen führte das Wahlgeschäft am gestrigen ausserordentlichen Parteitag der SP Uri. «Wir sollten keine Polemik starten und als Regierungspartei die offiziellen Wahlvorschläge unterstützen», sagte Geschäftsleitungsmitglied Sebastian Züst. Einzelne vertraten die Meinung, dass Bär als Vorsteherin der Gsud bereits mehr als genug zu tun habe. Alt Landrat Toni Moser warnte davor, «den Karren der SVP anzuschieben und von bisherigen Prinzipien abzurücken».

Camenzind von beiden Parteien unterstützt

Schliesslich beschlossen die Genossen, mit 10 Ja- zu 1 Nein-Stimme (3 Enthaltungen) Bär zur Wahl zu empfehlen. Urban Camenzind wurde von der SP wie von der SVP ohne Gegenstimmen als Landesstatthalter vorgeschlagen.

Auch bei der No-Billag-Initiative fassten beide Parteien unterschiedliche Parolen, beide einstimmig. Mit ihrem Nein will die SP ein Zeichen setzen und den Verlust der regionalen Vielfalt verhindern. Vor allem fürchten sich die SP-Mitglieder, dass sich Reiche und Mächtige die Fernseh- und Radiokonzessionen sichern und dadurch die Qualität massiv unter die Räder gerät.
Die SVP-Mitglieder vertrauen diesbezüglich auf den freien Markt. Sie stören sich an den «Zwangsmassnahmen» und dem «Koloss SRG», wie ihn Referent Nicolas Edelmann, ein parteiloser Befürworter der Initiative, nannte. Es gehe um nichts mehr, als die SRG dem Volk zurückzugeben. Der Bundesbeschluss über die neue Finanzordnung 2021 wurde von SVP wie SP Uri je einstimmig zur Annahme empfohlen. (urh/zf)

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