Peter Cathry verstärkt den Kirchenrat in Altdorf

Die katholischen Kirchenratsmitglieder bewilligten einen Kreditantrag in der Höhe von 140’000 Franken für den Umbau der Empore in der Kirche St. Martin.

Paul Gwerder
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Kirchenratspräsidentin Sandra Lussmann freut sich, dass das neue Vorstandsmitglied Peter Cathry (Mitte) Jörg Annen als Bauchef unterstützen wird.

Kirchenratspräsidentin Sandra Lussmann freut sich, dass das neue Vorstandsmitglied Peter Cathry (Mitte) Jörg Annen als Bauchef unterstützen wird.

Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 9. Dezember 2019)

Zur katholischen Kirchgemeindeversammlung sind am vergangenen Montagabend 55 Mitglieder ins Kirchenzentrum Bruder Klaus in Altdorf gekommen, welche von Kirchenratspräsidentin begrüsst wurden. Der Kirchenrat besteht heute aus der Präsidentin Sandra Lussmann-Arnold, Vizepräsident und Bauchef Jörg Annen, Verwalter Walter Schuler sowie den drei Mitglieder Thomas Imholz, Pfarrer Daniel Krieg und Edith Zurfluh-Indergand.

«Gemäss den Statuten kann der Kirchenrat neben der Präsidentin, dem Vizepräsidenten und Verwalter noch aus drei bis vier Mitgliedern bestehen», erklärte die Präsidentin. Deshalb war der Kirchenrat froh, dass in der Person von Peter Cathry ein qualifiziertes, viertes Mitglied gefunden wurde, welches den Kirchenrat verstärken wird. Cathry ist gelernter Tiefbauzeichner und arbeitete bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung in diesem Jahr als Bereichsleiter Bau und Verkehr bei der Einwohnergemeinde Altdorf. «Mit seiner grossen Erfahrung und dem riesigen Wissen soll er bei den späteren Wahlen in die Fussstapfen von Jörg Annen treten und bis dahin diesen in seiner umfangreichen Arbeit unterstützen», erklärte Sandra Lussmann.

Kirchgemeinde hat bald zwei neue Mitarbeiter

Aus dem Ressort Personal informierte die Präsidentin, dass ab dem 1. August 2020 die Kirchgemeinde mit Larissa Scherer und Niklas Gerlach zwei neue Mitarbeiter hat. Scherer absolviert das zweijährige Praktikum als Religionspädagogin in Altdorf und Gerlach hat mit dem Pastoralkurs begonnen und ist am 12. Oktober in Schindellegi zum Diakon geweiht worden. «Am 16. Mai 2020 wird Niklas Gerlach in Chur zum Priester geweiht werden und ab diesem Zeitpunkt werden wir wieder einen Vikar haben», freut sich Pfarrer Daniel Krieg. «Die Nachprimiz feiert er am 24. Mai im Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin.»

Steuerfuss bleibt unverändert bei 82 Prozent

Das Budget rechnet für das Jahr 2020 mit einem Ertragsüberschuss von 16’300 Franken, dies bei Aufwendungen von 2,885 Millionen Franken. Insgesamt rechnet Verwalter Walter Schuler mit rund 14’000 Franken weniger Aufwand bei den Liegenschaften als im diesjährigen Budget. Die Steuererträge bei den natürlichen Personen haben sich nur unwesentlich verändert, dagegen werden die Kirchensteuern bei den juristischen Personen rund 90’000 Franken tiefer ausfallen als noch im Vorjahresbudget. Schliesslich ist die Budgetvorlage für das Jahr 2020 mit dem unveränderten Steuerfuss von 82 Prozent ohne Wortmeldungen angenommen worden.

Empore entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen

Obwohl die Empore in der Pfarrkirche in den vergangenen Jahren immer wieder durch provisorische Aufbauten verändert wurde, entspricht diese heute nicht mehr den Bedürfnissen von Chor und Orchester und zudem sind die geltenden Sicherheitsvorschriften nicht immer eingehalten worden. Gemäss dem Kreditantrag von 140’000 Franken ist vorgesehen, die verschiedenen nachträglich eingebauten Podeste bis auf das ursprüngliche Bodenniveau zurückzubauen. Der Boden erhält so wieder ein einheitliches Erscheinungsbild, wie ursprünglich aus massivem Eichenholz. Damit wird die Empore für die Chor- und Orchesterleiter benutzerfreundlicher und sie sei bei der Aufstellung der Musiker und Sänger bei einem einheitlichen Bodenniveau flexibler.

Mit dieser Massnahme kann das Sicherheitsdefizit schon wesentlich entschärft werden und es sind nur noch Absturzsicherungen beidseits der kirchenseitigen Brüstung und im Bereich der rückseitigen Fenster nötig. Gleichzeitig sollen die bestehenden ineffizienten Heizstrahler durch Bodenheizmatten ersetzt werden. Dem Antrag des Kirchenrates stimmte die Versammlung einstimmig zu.

Änderungswünsche sind in die neue Friedshofsverordnung eingeflossen

Zur Änderung der Verordnung über den Friedhof, wie vor einem Jahr an der Kirchgemeindeversammlung verlangt worden ist, hat der Kirchenrat die Mitglieder zu einer Vernehmlassung eingeladen. Es sind dabei hauptsächlich Äusserungen zur Bestattungsart im Urnenhain und zur Grabesruhe gemacht worden. Die Auswertung der Rückmeldung hat ergeben, dass viele Menschen auch im Urnenhain eine Konzession wünschen sowie eine Grabesruhe von 15 Jahren für eine allfällige Zweitbestattung. Friedhofsverwalterin Edith Zurfluh erklärte, dass in der neuen Verordnung die Änderungswünsche eingeflossen sind. So besteht neu die Konzessionsdauer für ein Familiengrab von 25 Jahren und kann von den Berechtigten jeweils auf die Dauer von 25 Jahren erneuert werden. Neu ist, dass für eine Grabstätte im Urnenhain eine Konzession erforderlich ist, welche 15 Jahre dauert. Für die Zweitbestattung in der gleichen Grabstätte ist eine Nachkonzession erforderlich. Die ist für die Dauer ab Ablauf der Erstkonzession bis zum Ablauf der Grabesruhe der Zweitbestattung zu lösen.

Die Grabesruhe beträgt im Familiengrab 20 Jahre, im Urnenhain 15 Jahre und im Gemeinschaftsgrab 10 Jahre. Die angepasste Vorlage ist nach ein paar Fragen aus der Runde einstimmig angenommen worden.