Petitionäre pilgern mit Anliegen nach Chur

Über 3800 Personen haben die Petition für Solidarität mit Martin Kopp unterschrieben. Das Anliegen wird nach einer Pilgerreise an Peter Bürcher übergeben.

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Die Pilgergruppe wandert in Solidarität mit Martin Kopp von Zürich nach Chur.

Die Pilgergruppe wandert in Solidarität mit Martin Kopp von Zürich nach Chur.

Bild: PD

(jb) Seit dem vergangenen Samstag, 13. Juni, um 7 Uhr morgens, pilgert eine Gruppe von Petitionären mit der Theologin Veronika Jehle von Zürich nach Chur. Die Anliegen sind folgende:

  • Einen Bischof finden, der das Bistum geistlich und menschlich leiten kann
  • Die Petition «In Solidarität mit Martin Kopp. Wir distanzieren uns vom Entscheid von Peter Bürcher» überreichen
  • Mehr Rede- und Meinungsfreiheit in der Kirche erreichen

In Teiletappen können Interessierte der Gruppe zustossen. Am Dienstag wird von Quarten bis Bad Ragaz gewandert, am Mittwoch von Bad Ragaz bis Chur. Die Pilger verbinden sich mit Maria, der die Kathedrale von Chur geweiht ist. Im Rucksack das grosse und gewichtige Anliegen, dass ein Mensch gefunden werden kann, der in der Lage ist, das Bistum von Chur geistlich und menschlich zu leiten.

Im Rucksack sind auch die Stimmen jener 3865 Personen, welche die Petition in Solidarität mit Martin Kopp unterstützt und 1515 Kommentare geschrieben haben. Der apostolische Administrator Peter Bürcher hat inhaltlich auf die Petition bisher nicht reagiert.

«Die Petition soll ihm übergeben werden, weil diese Unterschriften ein Auftrag an Peter Bürcher und die Amtsträger in Chur sind, zuzuhören, das Anliegen ernst zu nehmen und Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und verhältnismässig zu treffen.»

Davon ist Eugen Koller, Mitinitiant der Petition und Pfarreiblatt-Redaktor Uri Schwyz, überzeugt. Am 18. Juni halten die Petitionäre ab 9 Uhr in der Kathedrale von Chur gesammelte Stille und beten für die Zukunft des Bistums und für einen Brücken bauenden Bischof. Um 9.30 Uhr soll die Petition an Peter Bürcher vor dem bischöflichen Hof in Chur übergeben werden. Anschliessend wird Martin Kopp um 10.15 Uhr vor der Kirche St. Luzi beim Priesterseminar für sein langjähriges Wirken als Priester der Diözese und als Generalvikar gedankt werden. Dies stellvertretend für Frauen und Männer, die wegen ihrer Persönlichkeit, ihrer Meinung oder ihres Wirkens aus einem kirchlichen Dienst ausgeschlossen wurden und werden.

Die Aktionen am Donnerstag, 18. Juni, sind gemäss der Mitteilung der Initianten öffentlich und eingeladen sind alle, welche die Anliegen der Petitionäre und Pilger teilen.

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Martin Uebelhart