Pfadi
«Winnetou» baute die Wasserversorgung für das Bundeslager im Goms

Joel Arnold aus Bauen verlegte zusammen mit Helfern zehn Kilometer Schlauchleitungen für das Trinkwasser der Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Martin Uebelhart
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Rund 30’000 Kinder und Jugendliche bevölkern derzeit neben 5000 Helferinnen und Helfern das Pfadi-Bundeslager im Goms. Ein wichtiger Teil der Infrastruktur des Lagers ist die Wasserversorgung. Dafür, dass Trinkwasser aus den Wasserstellen fliesst, ist ein Urner verantwortlich. Joel Arnold – Pfadiname Winnetou – hat zusammen mit Helfern rund zehn Kilometer Leitungen auf dem Gelände gelegt. Eine aufwendige Sache, wie er erzählt:

«Die Arbeiten haben rund zweieinhalb Wochen gedauert.»

Für die Leitungen auf dem rund 120 Hektaren grossen Lagergelände hätten er und seine Helfer Hundert-Meter-Schläuche zusammengeschweisst und mittels eines Pflugs an einem Traktor in der Erde vergraben.

Die Schläuche für die Wasserversorgung des Bundeslagers werden bereitgelegt.

Die Schläuche für die Wasserversorgung des Bundeslagers werden bereitgelegt.

Bild: PD

Das Wasser fürs Lager kommt von den Wasserversorgungen von Ulrichen (Gemeinde Obergoms) und Münster (Gemeinde Goms). Nicht jede Einheit im Lager habe ihren eigenen Wasseranschluss, erläutert Joel Arnold. «Es gibt mehrere zentrale Wasserstellen auf dem Lagergelände.» Dort könnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das benötigte Wasser holen. «Und sie können dort auch gleich das Abwasser entsorgen», hält er fest. «Wir haben den Vorteil, das unter dem Gelände eine Abwasserleitung verläuft.

Zweieinhalb Jahre Vorbereitung

Der Schlauch wird in den Boden eingepflügt.

Der Schlauch wird in den Boden eingepflügt.

Bild: PD

Das Wasser fliesse, sagt Arnold.

«Zu Beginn hatten wir etwas Probleme damit, dass das Wasser sich erwärmte. Doch das funktioniert jetzt.»

Ein Wasserzähler gibt Auskunft über den Verbrauch. 1200 Kubikmeter seien es am Montag gewesen. «Der Verbrauch dürfte noch etwas ansteigen», so Arnold. Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass seit Dienstag die Duschen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Betrieb seien.

Joel Arnold «Winnetou» an der Arbeit.

Joel Arnold «Winnetou» an der Arbeit.

Bild: PD

Seit zweieinhalb Jahren habe er die Wasserversorgung geplant, ein guter Geist habe ihm allerdings dabei geholfen. Planung und Aufbau hat er ehrenamtlich geleistet. Der 33-Jährige lebt in Bauen, ist gelernter Polymechaniker und arbeitet heute beim Lösch- und Rettungszug des Erhaltungs- und Interventionszentrums der SBB für den Gotthard-Basistunnel in Erstfeld. Er gehört der Pfadi Seedorf an. Heute sei er aber nicht mehr sehr aktiv bei der Pfadi. Für «Winnetou» war aber klar, dass er an diesem Bula ebenfalls dabei sein wollte. Frei nach dem Motto: «Einmal Pfadi immer Pfadi.»