Pfadiheim Uri steht in den Startpflöcken

Am vergangenen Mittwochabend orientierte der Verein Neubau Pfadiheim Uri in Erstfeld über den Projektstand und die Finanzierung. Die Zeichen stehen gut, der Spatenstich kann voraussichtlich schon im Herbst erfolgen.

Robi Kuster
Drucken
Teilen
Die Projektleiter präsentieren ihr Modell des Pfadiheims: (von links) Marco Grepper, Urs Janett, Othmar Arnold, Christian Imfeld, Renzo Imhof und Marco Baldelli. (Bild: Robi Kuster, Erstfeld, 3. April 2019)

Die Projektleiter präsentieren ihr Modell des Pfadiheims: (von links) Marco Grepper, Urs Janett, Othmar Arnold, Christian Imfeld, Renzo Imhof und Marco Baldelli. (Bild: Robi Kuster, Erstfeld, 3. April 2019)

Der Traum eines neuen Pfadiheims Uri wird langsam Tatsache. Am vergangenen Mittwochabend konnten die Verantwortlichen des Neubaus Christian Imfeld (Präsident), Othmar Arnold (Kassier), Marco Grepper (Bauchef) und Urs Janett (Sponsoring) vor zahlreichen Interessierten das Projekt vorstellen. Unter den Gästen befand sich auch der Architekt Marco Baldelli.

Für den ehemaligen «Wölflileiter» war es von Beginn an ein Wunschprojekt, wie er sagte. Seit fünf Jahren ist er mit dabei und hat in mühsamer Arbeit zusammen mit dem Verein Neubau Pfadiheim Uri das Projekt erarbeitet. «Bei einem solchen Bau geht es nicht um ein gewöhnliches Bauobjekt, sondern um ein Vorzeigeprojekt, das vielen Auflagen unterstellt ist», sagte Baldelli. Er freue sich aber, dass er daran teilhaben könne und dass das Projekt weit fortgeschritten sei. Gemeinsam wurde auch ein Modell des künftigen Pfadiheims erstellt, welches vorgestellt wurde und grosses Interesse bei gegenwärtigen und ehemaligen Pfadis weckte.

Heim soll auch von anderen Verbänden genutzt werden

Das neue Haus soll schliesslich nicht nur für die Aktivitäten der Pfadis zur Verfügung stehen, sondern auch von andern Jugendverbänden genützt werden. Die Bruttogeschossfläche beträgt 600 Quadratmeter auf einer Parzelle von 921 Quadratmetern. Das Heim bietet Platz für einen Aufenthaltsraum (80 bis 100 Personen), vier Gruppenräume, fünf Zimmer mit 49 Betten, gewerbliche Küche und eine Arena mit Feuerstelle. Dies sind ideale Voraussetzungen auch für Schulen, Organisationen, Vereine, Lager und Kursveranstaltungen. Für kommerzielle Zwecke wird das Heim nicht zur Verfügung stehen.

Das Modell des neuen Pfadiheims Uri. (Bild: Robi Kuster, Erstfeld, 3. April 2019)

Das Modell des neuen Pfadiheims Uri. (Bild: Robi Kuster, Erstfeld, 3. April 2019)

Das Projekt wird vom Kantonalverband Pfadi Uri und sämtlichen Urner Pfadi-Abteilungen sowie namhaften Persönlichkeiten, Stiftungen, Firmen und privaten Sponsoren unterstützt. Der Bedarf nach einem Kurs- und Lagerhaus sei gross, heisst es in der Broschüre. Denn obwohl bereits 600 000 Franken gesichert sind, benötigt man bei einem Totalaufwand von rund 1,4 Millionen noch 200 000 Franken, um starten zu können und endgültig gesichert zu sein. Baldelli hoffte im Gespräch auch auf die vielen ehemaligen Pfadis, die man bei einer Spende dann im neuen Heim verewigen wolle. Er sei sehr zuversichtlich. Ähnlich positiv klang es auch beim Präsident «Briggeler» Christian Imfeld, beim Kassier «Tutti» Othmar Arnold und beim Bauchef Marco Grepper. Es sei zwar nicht einfach gewesen, die Wünsche des Bauteams mit denjenigen der Finanzen auf einen Nenner zu bringen. Die letzten Arbeiten am Projekt hätten vorwiegend Verbesserungen und Anpassungen gegolten. Der Verein arbeite im Frondienst und sei auch noch anderweitig tätig. Die Eigenleistungen der Abteilungen und der Pfadi Uri betragen über 100 000 Franken.

Falls das neue Pfadiheim wie vorgesehen im Sommer 2020 eröffnet werden kann, werden seit der Gewährung des Baurechts an der Dorfgemeinde Erstfeld rund zwei Jahre vergangen sein. Die Vorarbeiten von der Idee bis zur Realisierung dauerten aber mindestens fünf Jahre. Jetzt hofft der Verein noch auf Mitglieder im 1000er-Club. Mit einer Spende von 1000 Franken sei man dabei, heisst es in der Broschüre.

Ein Anziehungspunkt für die Jugendlichen

Das Haus soll später von einem Trägerverein geführt werden. Man rechnet mit Einnahmen von 40 000 und Ausgaben von 35 000 Franken. Das neue Pfadiheim ist ideal am Waldrand gelegen und dürfte Anziehungspunkt für die Jugend werden, ein Kompetenzzentrum und ein Zuhause für alle Urner Pfadis.