PFLANZENKLÄRANLAGE ARNI: Bald säubert Schilf das schmutzige Wasser

Eine Pflanzenkläranlage soll das Arni schon bald aufwerten. Zu sehen sind bis jetzt aber bloss zwei schlichte Kiesgruben.

Drucken
Teilen
Die Arbeiten an der Pflanzenkläranlage auf dem Arni laufen auf Hochtouren (im Bild Patrick Baumann). (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Die Arbeiten an der Pflanzenkläranlage auf dem Arni laufen auf Hochtouren (im Bild Patrick Baumann). (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Wer in diesen Tagen mit der Seilbahn von Intschi aufs Arni fahren will, braucht Geduld. Eine der beiden Seilbahnkabinen ist abmontiert. Stattdessen befördern Arbeiter mit einer speziellen Vorrichtung Kies auf 1370 Meter über Meer.

Oben, nahe beim Arnisee, baut die Gemeinde Gurtnellen seit vergangenem September an der Pflanzenkläranlage. Doch wer jetzt glaubt, ein hoch komplexes Gebäude im Rohbau vorzufinden, wird enttäuscht. Einzig zwei riesige Kiesgruben sind bis jetzt zu sehen. «Viel mehr braucht es für eine Pflanzenkläranlage auch gar nicht», sagt Beat Jörg, Gemeindepräsident von Gurtnellen.

19'000 Liter Wasser reinigt das Schilf pro Tag
Die Kläranlage kann Ende Oktober in Betrieb genommen werden. Die Schilfpflanzen der Anlage werden einst so viel Wasser reinigen können, wie 110 Personen in einem Tag verbrauchen: 19'000 Liter. Vital Burger arbeitet für die Luzerner Firma Triex AG und koordiniert das Projekt. Er baut seit Jahren bewährte Pflanzenkläranlagen – hauptsächlich in Deutschland. «Die Anlagen sind sehr effizient», sagt Burger. Da die Wurzeln der Pflanzen nicht gefrieren, funktioniert sie sogar bei Minustemperaturen.

Für das Projekt wären 1,4 Millionen Franken budgetiert gewesen. Doch wegen Bauverzögerungen dürfte die Anlage nun rund 50'000 Franken teurer werden. Vital Burger begründet: «Wir stiessen auf feuchten und torfigen Boden. Deshalb musste der Bauplatz um rund 10 Meter verschoben werden.» 65 Prozent der Kosten trägt der Kanton. Der Rest wird mehrheitlich durch Baubeiträge und Anschlussgebühren finanziert. So muss die Gemeinde lediglich 5000 Franken bezahlen, hinzu kommen 110'000 Franken für die WC-Anlagen am See.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.