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Pilatuswerke expandieren nach Uri

Der Flugzeughersteller stellt in ehemaligen Ruag-Hallen in Altdorf Rümpfe, Tragflächen und Einzelteile ein. Vier Arbeitsplätze entstehen.
Florian Arnold
Teile der Pilatus Flugzeugwerke in Stans, die etwa diesen PC-12 herstellen, werden in Altdorf gelagert. (Bild: Pius Amrein / Mai 2019)

Teile der Pilatus Flugzeugwerke in Stans, die etwa diesen PC-12 herstellen, werden in Altdorf gelagert. (Bild: Pius Amrein / Mai 2019)

Der Flugzeugbauer Pilatus aus Stans mietet zwei ehemalige Gebäude der Ruag (eines davon mit Annex) im Industriepark Altdorf (Schächenwald). Dies bestätigt Pilatus auf Anfrage unserer Zeitung. «Sechs bisherige Aussenlager von Pilatus in der Zentralschweiz werden neu in Altdorf konsolidiert», sagt Mediensprecher Jérôme Zbinden. Bis Ende Jahr sollen 5000 Quadratmeter Fläche gemietet werden.

«Es werden beispielsweise Rümpfe, Tragflächen sowie Einzelteile von Pilatus Flugzeugen eingelagert», so der Mediensprecher. Dies geschehe im Rahmen einer Umstrukturierung. In Altdorf wird neu gebündelt, was bisher auf sechs Aussenlager aufgeteilt war in Entlebuch und Horw sowie vier Aussenlager im Kanton Nidwalden. Fast etwas erstaunlich, wenn man an die neue Halle entlang der Autobahn A2 in Nidwalden denkt. Laut Zbinden wird diese allerdings für alltägliche Arbeiten gebraucht, während in Altdorf Teile gelagert werden, die seltener benötigt werden.

Vorerst werden vier Urner Jobs geschaffen

Pilatus bietet seit vielen Jahren auch Urnern eine Arbeitsstelle. Zurzeit sind 160 Urner in Stans beschäftigt. Im neu geschaffenen Aussenlager in Altdorf entstehen vier Arbeitsstellen, die sich um die Logistik kümmern und Teile ein- respektive ausbuchen.

Für die Expansion nach Altdorf hätten mehrere Gründe gesprochen, heisst es auf Anfrage weiter. «Die Höhe des Lagergebäudes war ein Faktor, welcher mitentscheidend war», so Zbinden. «Zudem sind die Verkehrswege optimal und weniger mit Staugefahr belastet als in die Gegenrichtung, also in Richtung Luzern. Folglich fiel der Standortentscheid auf den Kanton Uri.»

Volkswirtschaftsdirektor ist erfreut

Die Lagerflächen würden in einem guten Preis-/Leistungsverhältnis angeboten. Weiter lobt Pilatus die guten Rahmenbedingungen, welche der Kanton Uri biete. Musik in den Ohren von Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind: «Wir sind mit den Pilatuswerken seit Längerem in Kontakt», sagt er. «Wir haben dabei immer wieder aufgezeigt, was der Kanton Uri zu bieten hat und haben die Verbindungen hergestellt.» Dass nun dieser Schritt gegangen werde, stimme ihn positiv.

Und insgeheim hoffe man auf mehr. Camenzind räumt ein, man sei sich bewusst, dass Pilatus auch mit dem Kanton Nidwalden ein ausserordentlich gutes Verhältnis pflege. «Es geht uns sicher nicht um ein Abwerben. Aber wir wissen, dass die Pilatuswerke sehr viel Platz brauchen und wir in diesem Punkt aushelfen können.»

Dabei befindet sich Pilatus in einer nicht ganz einfachen Situation. Das Aussendepartement der Schweiz (EDA) will dem Flugzeughersteller verbieten, in Saudi-Arabien tätig zu sein. Die Bundesanwaltschaft prüft, ob Pilatus gegen das sogenannte Söldnergesetz verstossen hat. Pilatus will seinerseits vors Bundesverwaltungsgericht ziehen. Darauf angesprochen sagt Mediensprecher Zbinden: «Pilatus nimmt aufgrund des laufenden Verfahrens aktuell keine Stellung zur Thematik.»

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