Pilotprojekt im Kanton Uri verlief erfolgreich: Pflegeexpertin bleibt in Arztpraxis

Weil die Verantwortlichen des Pilotprojekts mit den Ergebnissen zufrieden sind, ist die Pflegeexpertin Claudine Lüscher nun fester Bestandteil der Bristenpraxis in Altdorf.

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Pflegeexpertin Claudine Lüscher beim Abhören von Lungentönen.

Pflegeexpertin Claudine Lüscher beim Abhören von Lungentönen.

Bild: Urs Hanhart (4. Mai 2018)

(stp) Ende August ist das Pilotprojekt «ANP-Uri» unter der Federführung des Instituts für Hausarztmedizin und Community Care Luzern (IHAM & CC) zu Ende gegangen. Während dieses Projekts hatte für drei Jahre die Pflegeexpertin Claudine Lüscher die ärztlichen Tätigkeiten die Hausarztpraxis Bristenpraxis in Altdorf unterstützt.

Wie die Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion mitteilt, ist Claudine Lüscher nun fester Bestandteil des Praxisteams der Bristenmed Praxis AG. Die Erfahrungen, welche während des Projekts gemacht wurden, zeigten nämlich «ein sehr positives Bild». So ist Christoph Merlo, Leiter des Instituts, mit dem Abschluss des Projekts sowie mit der Weiterführung der Tätigkeit der Pflegeexpertin in Uri sehr zufrieden. Er sagt: «Es freut mich sehr, dass Frau Lüscher auch weiterhin die wichtigen Pflegekompetenzen in einer Arztpraxis einbringen kann. Dies bedeutet einen Mehrwert für die Patientinnen und Patienten und für die Hausarztpraxis.»

Projekt sorgte für «grosses Interesse»

Das Projekt startete mit einem hausärztlichen Mentoring in der Hausarztpraxis Bürglen. Im weiteren Verlauf konnte gemäss Mitteilung belegt werden, dass beim Einsatz einer Pflegeexpertin in der Hausarztpraxis die Akzeptanz und Zufriedenheit sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch bei den Angehörigen sehr hoch ist. Zudem zeigte sich, dass die Betreuung älterer Patientinnen und Patienten mit mehreren Krankheiten sowie Hausbesuche «optimale Einsatzgebiete für die Pflegeexpertin» darstellen. In diesen Bereichen kommen die Fähigkeiten und Kompetenzen der Pflegeexpertin vollumfänglich zum Tragen. Das ist bemerkenswert, da die Rolle von Pflegeexpertinnen in einer Hausarztpraxis – in der gesamten Schweiz, nicht nur im Kanton Uri – noch wenig bekannt war.

Entsprechend hat das Projekt ANP-Uri gemäss Meldung «bereits für grosses Interesse» gesorgt. Es wurde an diversen nationalen und internationalen Veranstaltungen und Kongressen als innovatives Pilotprojekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung vorgestellt. Die positiven Erfahrungen im Kanton Uri zeigen, dass Pflegeexpertinnen in der Grundversorgung eine wesentliche Rolle übernehmen können, geht aus der Meldung weiter hervor.

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