Pinkelnde Chauffeure ärgern Polizei

Die Polizei ahndet auch kleine Delikte mit Bussen. Deshalb müssen oft Personen daran glauben, die ihre Notdurft im Freien verrichten – vor allem in Erstfeld.

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Vielen Lastwagenchauffeuren im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld ist der Weg zur Toilette zu weit. (Bild: Karikatur Jals)

Vielen Lastwagenchauffeuren im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld ist der Weg zur Toilette zu weit. (Bild: Karikatur Jals)

Im vergangenen Jahr hat die Polizei insgesamt 64 Ordnungsbussen wegen Vergehen gegen kantonale Gesetze ausgestellt. Dabei büsste die Polizei etwa Leute wegen Littering (3), Nachtruhestörungen (4), Verstössen gegen das Fischereigesetz (6) oder Verstössen gegen das Rauchverbot (2). Sie stellte aber auch Sofortbussen aus, weil Personen die Wildruhezonen (8) missachteten oder verbotenerweise Siedlungs-, Holz- oder Gartenabfälle verbrannten (7). Diese Zahlen gehen aus der Kriminalstatistik 2011 hervor, welche die Urner Kantonspolizei vor einigen Wochen veröffentlicht hatte.

Chauffeure scheinen faul zu sein

Was in dieser Statistik besonders auffällt: Die Urner Kantonspolizei hat im vergangenen Jahr 32 Personen auf frischer Tat ertappt, als sie ihre Notdurft im Freien verrichteten – mitten im Siedlungsgebiet. Wegen keines anderen Delikts gegen ein kantonales Gesetz mussten die Ordnungshüter im Kanton Uri öfters einen Busszettel zücken (Vergehen im Strassenverkehr zählen nicht dazu). Die gebüssten Leute pinkelten ohne Hemmungen einfach an einen Zaun, eine Mauer oder an eine Hausecke. «Das ist doch einfach unzivilisiert», nervt sich Polizeisprecher Karl Egli. «Das gehört sich nicht.» Was Egli besonders auffällt: Ein grosser Teil dieser gebüssten Pinkler waren Lastwagenchauffeure, die im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld auf dem Parkplatz ihre Notdurft verrichteten.

Elias Bricker

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