PISTOLENKLUB: Wegen Resort «Ende Feuer» für Schützen?

Die Anlage des Pistolenklubs Andermatt muss bald dem Sawiris-Resort weichen. Der Fortbestand des Vereins ist ungewiss. Aber die Schützen sehen auch eine Chance.

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Schützenpräsident Hermann Keller beim Schiessstand des Pistolenklubs, der Sawiris' Resort weichen muss. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Schützenpräsident Hermann Keller beim Schiessstand des Pistolenklubs, der Sawiris' Resort weichen muss. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Die Militärschiessanlage steht neben dem Helikopter-Hangar des VBS. Der längliche Bau ist mit Scheiben auf alle Distanzen ausgestattet: 25 Meter, 50 Meter, 300 Meter. Als das Militär die Anlage im Jahr 1990 erstellte, hat sich der Pistolenklub Andermatt darin eingemietet. Seither nutzen die Schützen das Gelände. Hier trainieren sie, hier schiessen sie ihr Jahresprogramm, hier organisieren sie Wettkämpfe.

Saisonstart nach Plan
Doch damit ist bald Schluss. Denn die Schiessanlage steht mitten im geplanten Ferienresort von Samih Sawiris. Auf Ende 2007 hat das VBS den Vertrag mit dem Pistolenklub gekündigt. Bis Ende Mai soll die Anlage geräumt sein.

Vorerst aber schiessen die Schützen weiter. Nächste Woche starten sie wie vorgesehen in die Saison. «Noch wissen wir nicht, wann die Schiessanlage abgerissen wird», sagt Präsident Hermann Keller. «Wir wünschen uns, dass wir sie bis im August weiter benützen können, um unser Programm zu beenden.»

Ruhe bewahren 
Die Pistolenschützen wollen Sawiris zudem eine polysportive Sportanlage schmackhaft machen, in der auch sie ihren Platz finden. Sawiris ist bereit, den Schützen wenn möglich Hand zu bieten. Dies liess er bei seinem letzten öffentlichen Aufritt in Andermatt durchblicken. Und dies bestätigte am Mittwoch auch AADC-Verwaltungsrat Franz Egle. Konkret ist zwar noch gar nichts, aber die Aussage des Investors lässt die Pistolenschützen hoffen. Präsident Hermann Keller will Ruhe bewahren. «Jetzt warten wir erst einmal ab. Wir müssen es nehmen, wie es kommt.»

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.