Planung der neuen Axenstrasse auf Kurs

2024 fahren die ersten Autos durch zwei neue Tunnels auf der Axenstrasse. Mit der Planung sind die Kantone Schwyz und Uri im Zeitplan.

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Die Grafik zeigt den Verlauf der Neuen Axenstrasse (rot) und der Alten (blau). (Bild: PD)

Die Grafik zeigt den Verlauf der Neuen Axenstrasse (rot) und der Alten (blau). (Bild: PD)

«Wir sind auf Kurs», wird Ernst Woodtli, Gesamtprojektleiter vom Schwyzer Tiefbauamt in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Seit der Genehmigung des Bundesrats 2009 laufe die Planung der neuen Axenstrasse auf Hochtouren. An einer Infoveranstaltung am Dienstagabend sind die Gemeinderäte von Flüelen, Sisikon, Riemenstalden, Morschach, Ingenbohl und Schwyz über den Stand des Projekts informiert worden. Im Frühling 2013 ist ein Info-Anlass für die Schwyzer und Urner Bevölkerung vorgesehen. Im Zentrum stehen derzeit Fragen zum Landschaftsschutz.

7,3 km im Tunnel

Das Grossprojekt einer neuen Axenstrasse umfasst zwei Tunnels, nämlich den 2,9 Kilometer langen Morschacher Tunnel sowie den 4,4 Kilometer langen Sisikoner Tunnel. Dazwischen steht ein 120 Meter langes offenes Stück. Laut Woodtli laufen derzeit wichtige Abklärungen zur Geologie, Entwässerung und zur Wasserversorgung. Nach heutigem Stand rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von 740 Millionen Franken. Der Kanton Schwyz beteiligt sich mit 45 Millionen und Uri mit 5 Millionen Franken am Projekt. Der Rest bezahlt der Bund. Baubeginn ist auf 2017 terminiert, die neue Umfahrung soll 2024 in Betrieb genommen werden. Die beiden Tunnels sind geplant worden, weil die Axenstrasse in den letzten Jahren wiederholt wegen Steinschlag oder Murgängen geschlossen werden musste. Mit den neuen Tunnels werden Brunnen und Sisikon vom Durchgangsverkehr befreit, heisst in einer Mitteilung der Schwyzer und Urner Baudirektionen weiter.

Alte Axenstrasse bleibt

Die alte Axenstrasse soll vorallem für Touristen, Velofahrer, und Fussgänger aufgewertet und sicherer gemacht werden. «Damit entstehen auch wichtige Impulse für die touristische Weiterentwicklung der Region», heisst es weiter. Die alte Strasse dient als Ausweichroute, wenn ein oder beide Tunnels gesperrt werden müssen. Zudem werde die Kapazität der alten Axenstrasse künstlich begrenzt.

pd/rem

Hinweis:
Weitere Infos zum Projekt auf

Im Gebiet «Ort» (Bild) werden auf engem Raum, die alte und die neue Axenstrasse sowie die Eisenbahnlinie aufeinandertreffen. (Bild: PD)

Im Gebiet «Ort» (Bild) werden auf engem Raum, die alte und die neue Axenstrasse sowie die Eisenbahnlinie aufeinandertreffen. (Bild: PD)

Sie informierten die Gemeinden  am 5. Dezember über das
Projekt (von links): Stefan Flury (Kantonsingenieur
UR), Markus Züst (Baudirektor UR), Othmar Reichmuth (Baudirektor SZ), Daniel Kassubek (Kantonsingenieur SZ)
und Emil Woodtli (Gesamtprojektleiter). (Bild: PD)

Sie informierten die Gemeinden am 5. Dezember über das Projekt (von links): Stefan Flury (Kantonsingenieur UR), Markus Züst (Baudirektor UR), Othmar Reichmuth (Baudirektor SZ), Daniel Kassubek (Kantonsingenieur SZ) und Emil Woodtli (Gesamtprojektleiter). (Bild: PD)