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Video erklärt den Urnern den «Pukelsheim»

Die Urner stimmen im Mai über ein neues Wahlsystem ab. Den Doppelten Pukelsheim zu verstehen, bereitet aber vielen Mühe. Nun schafft die Online-Plattform Politcast Uri Abhilfe.
Julia Rickenbacher (links) im Gespräch mit Moderatorin Stephanie Gisler. (Bild: PD)

Julia Rickenbacher (links) im Gespräch mit Moderatorin Stephanie Gisler. (Bild: PD)

(pd/RIN) Der Kanton Uri muss wegen eines Bundesgerichtsurteils sein Wahlsystem anpassen. Dass in den grösseren Gemeinden der Doppelte Pukelsheim eingeführt werden soll, ist eigentlich unumstritten. Doch das System zu verstehen, ist nicht ganz einfach. Die Online-Plattform Politcast Uri hat ein einfach verständliches Erklärvideo produziert, das nun im Internet gratis angeschaut werden kann.

«Wir verzichten darauf, alle technischen Rechenschritte aufzuzeigen, denn diese werden in der Realität einem Computer überlassen», räumt Politcast-Moderatorin Stephanie Gisler ein. Ebenfalls würden bewusst keine Fachbegriffe wie «Ober- und Unterzuteilung» verwendet. «Im Video werden aber die hintergründigen Überlegungen des Systems aufgezeigt. Man erfährt alles, was man als Wähler wissen muss», sagt Gisler.

Vor- und Nachteile des Systems aufgezeigt

Neben einer Erklärungssequenz mit anschaulichen Zeichnungen ist zudem ein Gespräch mit der Politcast-Redaktorin Julia Rickenbacher Teil des Videos. Die Schattdorferin studiert in Zürich Politikwissenschaften und hat sich fundiert mit der Thematik auseinandergesetzt. Im Gespräch zeigt sie die Vor- und Nachteile des Systems auf. «Beim alten System konnte es vorkommen, dass eine Partei zwar in einigen Gemeinden viele Stimmen geholt, es aber jeweils ganz knapp nicht gereicht hat. Mit dem neuen System schafft es diese Partei somit eher, einen Sitz zu gewinnen», erklärt Rickenbacher. Als Nachteil nennt sie etwa, dass die tatsächliche Sitzverteilung nicht immer mit den eigentlichen Partei-Vorlieben der Gemeinde übereinstimme – einfach, weil dies die kantonalen Verhältnisse nicht zuliessen.

Dass das System funktioniere, wie die Beispiele anderer Kantone zeigen. Ausserdem müsse man sich nicht davor fürchten, einem Computer die Berechnung zu überlassen. «Alles lässt sich mit einem Taschenrechner im Nachhinein prüfen», so die angehende Politologin. Aufgezeigt wird im Interview zudem, worum sich im Kanton zurzeit die Diskussionen drehen. «Man nimmt an, dass in kleinen Gemeinden mit nur wenigen Sitzen, mehr die Person als deren Partei im Vordergrund steht», erklärt Rickenbacher weiter. «Wo man diese Grenze zieht, ist aber schwierig zu sagen.» Was man am 19. Mai in die Urne legen soll, überlässt Politcast Uri selbstverständlich den Stimmberechtigten.

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