POLIZEIBILANZ: Frau Bierflasche über den Kopf geschlagen

Die Neue UZ hat bei Reto Habermacher, dem Kommandant der Kantonspolizei Uri, nachgefragt, wie die Fasnacht aus Polizei-Sichtweise verlaufen ist. Im Grossen und Ganzen sei es das Übliche gewesen – von einem schwerwiegenderen Fall abgesehen.

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Reto Habermacher, hier im Werkhof Flüelen (Archiv). (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Reto Habermacher, hier im Werkhof Flüelen (Archiv). (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Kam es an der Fasnacht zu gröberen Zwischenfällen?

Reto Habermacher: Es gab die üblichen Exzesse im Bereich Alkohol, Lärm und Abfall. Vereinzelt kam es auch zu kleinen Raufereien, die wohl auf den erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Aber grundsätzlich spielte sich die Fasnacht in etwa im gleichen Rahmen wie in den Vorjahren ab.

Einer Frau soll eine Bierflasche über den Kopf geschlagen worden sein.

Habermacher: Das ist richtig. Es ist der einzige Fall, der eine längere Hospitalisierung mit sich brachte.

Trinken auch in Uri immer mehr Junge Alkohol?

Habermacher: Ja. Es gab sehr viele junge Leute, die sehr spät noch unterwegs waren und massiv Alkohol konsumierten.

Wie gehen Sie in solchen Fällen vor?

Habermacher: Wenn die jungen Leute die Nachtruhe erheblich stören oder randalieren, ziehen wir sie zur Rechenschaft, allenfalls kommt es zur Anzeige. Bei Bedarf nehmen wir auch mit den Eltern Kontakt auf und organisieren, dass die Jugendlichen abgeholt werden.

Ist die Polizei während der Fasnacht toleranter?

Habermacher: Die Fasnacht ist auch für die Polizei eine besondere Zeit, da setzen wir den Massstab schon ein wenig anders an. Wir wollen die Fasnacht und die gute Stimmung nicht unterbinden. Aber natürlich müssen wir präsent sein, damit wir, wenn nötig, einschreiten können.

pha.