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Postauto Einst und Jetzt

Karl Mattli über die erste Saison der Postautofahrten von Göschenen in die Göscheneralp durch die Auto AG Uri.

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Als vor 66 Jahren, die Postautolinie Göschenen–Göscheneralp eröffnet wurde, dachte man, dass der gelbe Bus mit dem Posthorn drauf, zu Zeiten, während der Sommersaison talein- talaus fährt.

Nun ist aber aus Kostengründen die Konzession nicht mehr erneuert worden, da die Ansätze der PTT für Kanton und Gemeinde nicht mehr tragbar war. Dadurch wurde ein grosser Teil Tradition durch die Auto AG Uri ersetzt.

So ist nun leider das prestigeträchtige gelbe Postauto mit dem schönen Dreiklanghorn aus dem Tal verschwunden und wird, wenn man den Gerüchten Glauben schenken möchte, noch aus mehreren Tälern verschwinden. Dies zum Leid von Jung und Alt welche sich immer wieder am Postauto erfreuten.

Vor allem das Aushornen der jeweils letzten Postautofahrt der Saison, das unter der Leitung von Gaby Fedier liebevoll organisiert wurde, war für die Einheimischen doch sehr speziell wie auch nachdenklich zugleich.

Die erste Saison der Auto AG Uri ist vorüber. Dank dem beständigen schönen Sommer waren die Busfahrten gut bis sehr gut besetzt. Die Nachfrage zeigt, dass die Kursangebote geschätzt werden und mit dem Bahnhof Göschenen eine sehr gute Verbindung besteht, was sicher auch zum Klimaziel beiträgt. Der Fahrplan wurde um eine weitere Fahr ergänzt, was sicher auch für die Verantwortlichen der Auto AG Uri zur Herausforderung wurde, dass genug Chauffeure einsatzbereit waren. So erkannte man auch einige Pensionäre hinter dem Lenkrad.

Zur freudigen Überraschung erschallt das Post Dreiklanghorn nun auch weiterhin talein-talaus von der neuen touristischen Buslinie der Auto AG Uri. Somit ist ein Teil der Seele doch noch im Tal verblieben und so nehmen wir diese Änderung leichter an.

Mit solch grossen Bussen auf unseren schmalen Strassen ist es eine mächtige Herausforderung sowie Verantwortung. Dass die erste Saison so perfekt verlaufen ist, ist sicher auch ein Verdienst der routinierten Chauffeure, vor allem Paul Inderbitzin der abermals diese Strecke fuhr. Ein herzliches Vergeltsgott!

Karl Mattli, Göscheneralp