POSTULAT BLÖCHLINGER: Nicht abschätzbare Gefahren

Oskar Blöchlinger will mit unkonventionellen Ideen den Hochwasserschutz verbessern. Die Regierung warnt vor zusätzlichen Risiken.

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Die Problemstelle, wo es Verstopfungen zu Überschwemmungen führen können. (Archivbild Angel Sanchez)

Die Problemstelle, wo es Verstopfungen zu Überschwemmungen führen können. (Archivbild Angel Sanchez)

Landrat Oskar Blöchlinger (SVP, Altdorf) sieht Mängel im Hochwasserschutz.

Er hatte im vergangenen Februar mit 37 Mitunterzeichnern das Postulat «Schächen hoch» lanciert und gefordert, dass diese Variante in das aktuelle Hochwasserschutzprojekt miteinbezogen werden müsse.

Bau einer Flussbrücke als Lösung
Gemäss Blöchlinger sind die Überschwemmungsprobleme im Mündungsbereich des Schächenbachs bei Attinghausen auf zwei Umstände zurückzuführen: Erstens enge die Strassen- und Bahnbrücke bei der Ruag das Profil des Schächenbachs so stark ein, dass die Verstopfungsgefahr durch mitgerissenes Material ausserordentlich gross sei.

Zweitens liesse sich der Zusammenfluss von Schächen und Reuss auf konventionelle Art nicht befriedigend lösen. Blöchlinger propagiert den Bau einer Flussbrücke für den Schächen, welche Strassen und Bahn überqueren würde.

Vorschlag geprüft – Kosten zu hoch
Die Baudirektion hat Blöchlingers Vorschlag «sorgfältig geprüft», wie es in der gestern veröffentlichten Stellungnahme heisst.

Das Fazit: Mit einer Flussbrücke könnte die Gefahr der Verstopfung reduziert werden. Zudem würden sich die Baukosten des Gesamtprojektes praktisch verdoppeln, wäre doch mit Zusatzkosten von zirka 75 Millionen Franken zu rechnen.

Angel Sanchez

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.