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POSTULAT: Cathry will Strategie für den Wintersport

Landrat Ruedi Cathry glaubt, dass sich das Urserntal zur Topadresse im Wintersport entwickeln kann. Er vermisst aber eine Strategie. Die Regierung soll handeln.
Die Biathlonanlage in Realp kommt für eine allfällige Winteruniversiade in Frage. (Bild Neue UZ)

Die Biathlonanlage in Realp kommt für eine allfällige Winteruniversiade in Frage. (Bild Neue UZ)

Er sind erfreuliche Nachrichten für das Urserntal: Eine kürzlich vorgestellte Studie kommt zum Schluss, dass sich die Region seit 2005 wirtschaftlich positiv entwickelt hat (siehe Ausgabe vom 27. November). Es gibt mehr Arbeitsplätze, mehr Logiernächte, mehr Hotels, Wohnungen und Geschäfte. Massgeblich für diese Entwicklung verantwortlich ist das Tourismusresort von Samih Sawiris. Im Zuge dieses Projekts und des Skigebietsausbaus sind auch in den kommenden Jahren hohe Investitionen zu erwarten. «Es ist erfreulich, wie sich eine solche Region, die am Abgrund stand, wieder äusserst positiv entwickelt», sagte Landrat Ruedi Cathry (FDP, Schattdorf) in der gestrigen Session. Cathry sieht nun grosse Chancen für den Wintersport. Das Urserntal könne diesbezüglich eine Topadresse werden. Aber: «Im Moment fehlt noch eine klare Strategie.» In seinem gestern eingereichten Postulat ersucht Cathry deshalb die Regierung, eine übergeordnete Strategie zu erstellen. Der Regierungsrat soll dabei die Führung übernehmen und Trägerschaften, Experten, Investoren, Sportler oder Armeeangehörige mit einbeziehen.

Sportschule realistisch?

Cathry fordert unter anderem, dass das Potenzial der Wintersportarten in der Region aufgezeigt wird. Weiter soll geprüft werden, ob eine Sportschule in Andermatt realistisch wäre und welche Chancen und Risiken damit verbunden sein könnten. Für Cathry ist beim Wintersport auch eine Zusammenarbeit mit den Kantonen Tessin, Wallis, Graubünden denkbar. Ausserdem soll die Regierung festhalten, welche Rollen beispielsweise die öffentliche Hand, private Investoren und das Militär mit seinen Infrastrukturen spielen.

Skepsis gegenüber Universiade

Zweifel hat Cathry bei der geplanten Winteruniversiade für Studenten. Die Zentralschweizer Kantone wollen gemeinsam für die Universiade 2021 kandidieren. Auch Uri unterstützt die Pläne. Der Landrat hat im November einen Verpflichtungskredit von 500 000 Franken genehmigt. Das Urserntal eignet sich vor allem für Biathlon und Ski nordisch. Allerdings müsse zurzeit eine Durchführung der Universiade auf der Biathlonanlage in Realp aus «infrastrukturproblematischen Gründen» als skeptisch betrachtet werden, gibt Cathry zu bedenken. Die Armee wolle künftig die Betriebskosten nicht mehr tragen, weil die Anlage heute vor allem vom Verband Swiss-Ski, vom lokalen Tourismus und von Privaten genutzt werde. Cathry verlangt daher eine Machbarkeitsprüfung in den Bereichen Biathlon und Ski nordisch. Gleichzeitig soll erläutert werden, wie die Anlagen nach der Durchführung 2021 weiter genutzt werden könnten.

Schlecht bestellt ist es gegenwärtig auch um das vom Kanton Uri beworbene Schneesportzentrum in Andermatt. Der Bund favorisiert den Standort Lenzerheide. Die Urner Regierung geht aber davon aus, dass das Zentrum aufgrund von finanziellen Engpässen beim Bund vorderhand gar nicht gebaut wird. Cathry sagt denn auch: «Das Schneesportzentrum ist vermutlich abzuschreiben.»

Sven Aregger

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