POSTZUSTELLUNG ERSTFELD: Die Regierung erntet Kritik

Seit kurzem wird die Post in Erstfeld von der Briefzustellregion Altdorf aus verteilt. Die Regierung will sich nicht einmischen – zum Missfallen von Landrätin Pia Tresch.

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Ein Postbeamter ist mit einem neuen Zustellfahrzeug unterwegs. (Bild Keystone)

Ein Postbeamter ist mit einem neuen Zustellfahrzeug unterwegs. (Bild Keystone)

Die Erstfelder SP-Landrätin Pia Tresch ist ernüchtert über die Antwort der Regierung. Im Juli hat sie eine Kleine Anfrage zur Änderung der Postzustelllung in Erstfeld eingereicht. Und nun das. «Die Antworten zeigen auf, dass sich der Regierungsrat nicht ins operative Geschäft der Post einmischen will», schreibt die Landrätin frustriert. Weitere Zentralisierungswünsche der Post sollen kritisch hinterfragt und ein Abbau von Arbeitsplätzen verhindert werden.

Die Post in Erstfeld wird seit September von der Briefzustellregion Altdorf aus verteilt. Tresch wollte in ihrer Anfrage wissen, welche Auswirkungen diese Massnahme hat. Aufgrund eines Schreibens der Schweizerischen Post weiss sie lediglich, dass infolge eines neuen Anlieferwegs die Zustellzeiten ändern und Sendungen mit Abholeinladungen und Einschreiben jeweils erst am Folgetag bei der Poststelle in Erstfeld abgeholt werden können. Was die Änderung für das Personal in Erstfeld bedeutet oder was mit dem Briefzustellzentrum in Erstfeld passiert, wird dabei nicht erwähnt.

Um 12.30 Uhr soll die Post im Kasten sein
«Die Organisation der entsprechenden Dienstleistungen ist primär eine operative Angelegenheit der Verantwortlichen der Post», schreibt die Regierung nun in ihrer Antwort. Die Massnahmen führten zu keinem Abbau der Dienstleistungen und hätten auch keine gravierenden Folgen für das Personal in Erstfeld. In Erstfeld sei es möglich, dass einige Bewohner die Post früher und andere etwas später zugestellt bekämen. Die Zustellung bis 12.30 Uhr werde in jedem Fall eingehalten, so die Regierung.

Pia Tresch gibt sich damit nicht zufrieden. Sie fordert Gemeindebehörden und Bevölkerung auf, sich für eine flächendeckende Postdienstleistung einzusetzen.

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.