PRÄMIENVERBILLIGUNG 2010: Neuerungen bei der Prämienverbilligung

Für die Urner Bevölkerung stehen im Jahr wiederum 15 Millionen Franken für Prämienverbilligungen zur Verfügung. Wer einen Beitrag erhält, wird aufgrund der Steuerdaten ermittelt.

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Ausschnitt einer 100-Franken-Note. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Ausschnitt einer 100-Franken-Note. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Neu wird jedoch nicht mehr das steuer­bare Einkommen übernommen, sondern eine eigene Berechnung durchgeführt, wie die Staatskanzlei Uri in einer Medienmit­teilung schreibt. Diese neue Methode ist aufgrund der Steuergesetzrevision notwendig. Zudem bildet sie die tatsäch­lichen finanziellen Verhältnisse der Antragsteller besser ab.

Richtprämien werden angepasst
Der Regierungsrat hat die Steuerungs­grössen für die Prämienverbilligung im Jahr 2010 festgelegt. Dabei hat er aufgrund der steigenden Krankenkassen­prämien die anrechenbaren Richtprämien auf das Niveau des günstigsten Versicherers angehoben, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Für Erwachsene sind dies 2'800 Franken, für junge Erwachsene bis 25 Jahre 2'150 Franken und für Kinder und Jugendliche 700 Franken. Der Selbstbehalt für das Jahr 2010 wird von 9 auf 8 Prozent gesenkt. Unverändert bei 15 Prozent bleibt der anrechenbare Anteil des steuerbaren Vermögens.

Die Obergrenze des mittleren Prämienverbilligungseinkommens wird von 70'000 Franken auf 100'000 Franken erhöht. Bis zu diesem Betrag werden die Prämien von Kindern und jungen Erwachsenen in Ausbildung um mindestens 50 Prozent verbilligt.

Jeder zweite Person wird Beiträge erhalten
Wie im letzten Jahr stehen im Kanton Uri 15 Millionen Franken für die Prämienverbilligung zur Verfügung. Zusätzlich zum Bundesbeitrag muss der Kanton Uri aus eigenen Mitteln die Summe von 6,1 Millionen Franken beitragen.

Mit der neuen Berechnungsmethode ( siehe Tabelle) und den festgelegten Steuerungsgrössen soll erreicht werden, dass mehr Personen im so genannten Mittelstand einen Verbilligungsbeitrag für die Krankenkassen­prämien erhalten.

Insgesamt lassen die Modellrechnungen der Gesundheitsdirektion erwarten, dass rund 47 Prozent der Urner Bevölkerung einen Beitrag an die Prämien der Krankenpflege-Grundversicherung erhalten werden.

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