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Präsident wird nach 24 Jahren in Seedorf verabschiedet

36 Jahre im Vorstand, davon 24 Jahre als Präsident, wirkte Josef Arnold in der Meliorationsgenossenschaft Seedorf. An der vergangenen Versammlung wurde auf sein vielseitiges Schaffen zurückgeblickt. Sein Amt übernimmt Alois Arnold.
Josef Arnold (links) übergibt sein Amt als Präsident an Alois Arnold. (Bild: PD)

Josef Arnold (links) übergibt sein Amt als Präsident an Alois Arnold. (Bild: PD)

(pd/RIN) Die Mitglieder der Meliorationsgenossenschaft Seedorf trafen sich am vergangenen Samstag zur jährlichen Generalversammlung. Präsident Josef Arnold liess auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken, dass geprägt war von den Arbeiten rund um die Sanierung der Bodenvernässungen im Seedorfer Ried. In der gleichen Zeit hat das Amt für Umweltschutz auch ihr Aufwertungsprojekt beim Riedgraben, dem Seitenkanal der Melioration, umgesetzt.

Josef Arnold tritt nach 36 Jahren im Vorstand, davon 24 Jahre als Präsident, auf Ende 2019 zurück. Seine langjährige Arbeit wurde durch den Vizepräsidenten Alois Arnold ehrenvoll verdankt. Dieser übernimmt auch die Nachfolge von Josef Arnold. Die übrigen Vorstandsmitglieder Franz Arnold, Lukas Zurfluh und Michael Bissig wurden für drei weitere Jahre bestätigt. Martin Müller wurde neues Vorstandsmitglied.

Intensive Zeit während Unwetters von 1987

An der Versammlung wurde auf Josef Arnolds Zeit in der Meliorationsgenossenschaft zurückgeblickt. Die wohl intensivste Phase erlebte er im vierten Amtsjahr, als sich 1987 in Uri ein grosses Unwetter ereignete, von dem Seedorf und das Meliorationsgebiet stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Protokoll der Vorstandssitzung, eine Woche nach dem Unwetter, hielt der damalige Protokollführer fest: «Das Brücklein nördlich der Nationalstrasse N2 ist völlig zerstört und liegt zum Teil im Flussbett des Klosterbaches. Legleren- und Hechtengraben wurden nördlich der N2 mit Schlamm zugefüllt.» Weiter heisst es darin: «Südlich der N2 ist alles aufgefüllt. Weite Gebiete der Meliorationsgenossenschaft Seedorf sind mit Kies- und Sandbänken bedeckt.»

Es lässt sich nur erahnen, welch intensive Vorstandsarbeiten in den darauffolgenden Monaten auf die Meliorationsgenossenschaft zukamen. Zu den wichtigsten Projekten während Arnolds Amtszeit zählen die beiden Sanierungsprojekte «Entwässerungsprojekt Grossried» von 1999 bis 2005 und die «Bodenvernässungen Seedorfer Ried» von 2015 bis 2019.

Erste Statutenrevision seit 80 Jahren

In die «Ära Sepp Arnold» fällt auch die erste und bisher einzige Statutenrevision, welche die Genossenschaft in ihrer bald 80-jährigen Geschichte erlebt hat.

Während seiner Präsidentschaft entstanden im Meliorationsgebiet mehrere Wohnquartiere und Industriebauten, wie zum Beispiel die Wydenmatt, das Quartier im Ried, die GLB-Halle oder die «Driving Range». Die Anträge auf Einleitung von Meteorwasser und Rücklaufwasser von Wärmepumpen ins Meliorationssystem wurden jeweils durch den Vorstand geprüft und genehmigt.

Sein Amt als Präsident führte Arnold die ganzen Jahre ehrenamtlich, denn eine Amtsentschädigung für den Präsidenten wurde erst mit dem neuen Gebühren- und Entschädigungsreglement 2019 eingeführt. Im Namen aller bedankte sich Alois Arnold für das langjährige Engagement von Josef Arnold.

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