Kolumne

Kulturpreise bringen in Uri neue Töne

Redaktor Markus Zwyssig blickt zurück auf 2019.

Markus Zwyssig
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Das nun zu Ende gehende Jahr bescherte mir gleich mehrere Treffen mit Bekanntheiten aus der Musikszene. So durfte ich dem Zürcher Mundart-Musiker Bligg im Namen der Redaktion ein besonderes Geschenk machen: Vor dem Konzert zur Eröffnung der neuen Sportanlagen Pfaffenmatt in Erstfeld erhielt er von uns ein Urner Mundartwörterbuch. Gleich mehrere persönliche Begegnungen mit Künstlern gab es am Tonart-Festival. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Pianistin Rose Ann Dimalanta. Für mich als Prince-Fan war es spannend, mit ihr über ihre Arbeit mit dem verstorbenen Künstler zu sprechen. Mit Chris von Rohr von Krokus konnte ich im Vorfeld des Konzerts bei «Andermatt Live» ein Interview führen. Anschliessend rockte die Band, was das Zeug hielt und brachte sogar den meterhohen Schnee zum Schmelzen.

Aber es blieb nicht bei diesen klingenden Namen. Auch die einheimischen Musiker sorgten mehr als einmal für Genuss. Ich denke da ans 10-Jahr-Jubiläum der Urner Cover-Rock-Band Dryhouse. Bereits 20 Jahre unterwegs ist die Urner Thrash-Metal-Band Shadow’s Far. The Hydden sind zwar nur zwei Mann stark, aber international unterwegs und so ging wegen ihnen auch im Kellertheater die Post ab. Und dann räumten Daens und Colster ab. Die beiden Urner Bands siegten beim «My Coke Music Soundcheck» 2019 und am Sprungfeder-Final, zwei nationalen Auszeichnungen. Der junge Urner Jazz-Bassist Lukas Traxel gewann zudem das Werkjahr der Urner Kunst- und Kulturstiftung.

Nun bin ich gespannt auf das Musikjahr 2020. Bekannt ist bereits, dass 77 Bombay Street bei «Andermatt Live» spielen. Gerne warte ich aber auch auf die Urner. Mit Interesse werde ich mir anhören, was die einheimischen Musiker mit ihrem Preisgeld machen werden.