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Ehemalige Prince-Keyboarderin freut sich aufs Tonart-Festival

Rose Ann Dimalanta spielte in der Band von Prince. Bei ihrem Soloauftritt am Tonart-Festival gibt sie Einblicke in ihre langjährige Musikkarriere. An ihren ersten Auftritt am Tonart-Festival 2017 hat sie gute Erinnerungen.
Interview: Markus Zwyssig
Rose Ann Dimalanta bei einem Auftritt zusammen mit Seven am Blue Balls Festival. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 20. Juli 2018)

Rose Ann Dimalanta bei einem Auftritt zusammen mit Seven am Blue Balls Festival. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 20. Juli 2018)

Rose Ann Dimalanta, ehemalige Keyboarderin von Prince, spielt kommende Woche am Tonart-Festival im Theater Uri in Altdorf. Vor zwei Jahren stand die Amerikanerin mit philippinischen Wurzeln mit dem Schweizer Soul-Sänger Seven auf der Bühne des Tonart-Festivals. Diesmal wird die inzwischen im Raum Bodensee lebende Künstlerin im Mittelpunkt stehen und ein Solo-Konzert geben. Sie sagt, wie sie die Zeit mit Prince erlebt hat.

Rose Ann Dimalanta, was darf das Publikum an Ihrem Konzert am Tonart-Festival erwarten?

Der Titel meiner Show sagt ja schon einiges: «One Night with Rose Ann Dimalanta». Es wird ein spezieller Abend, denn ich mache nicht jeden Tag alleine eine Show. Ich werde als Sängerin und Pianistin auftreten. In intimer Atmosphäre erzähle ich Geschichten, was ich gemacht und erlebt habe in meiner langen Karriere. Ich war das ganze Leben Musikerin. Ich habe auf grossen und kleinen Bühnen gespielt. Ich stand manchmal im Zentrum, spielte aber auch wieder im Hintergrund. Zu hören gibt es Songs von mir; Songs, die ich für andere Leute geschrieben habe sowie Songs von anderen Künstlern, mit denen ich gearbeitet habe und die mir sehr wichtig sind. All das will ich zusammenbringen und dem Publikum als Komponistin und Künstlerin vorführen.

Der berühmteste Musiker, mit dem sie zusammen gearbeitet haben, war Prince. Wie war es, mit ihm zu arbeiten?

Es war aufregend, mit Prince zusammen zu arbeiten. Zugleich war es aber auch herausfordernd und mit sehr viel harter Arbeit verbunden. Prince hat sehr viel von den Musikern verlangt. Wir bewegten uns auf höchstem Niveau. Jeder musste beim Spielen und Singen wirklich alles geben und sein Bestes zu einem tollen Auftritt beitragen. Wir spielten in den grossen Stadien auf der ganzen Welt. Man muss top sein, was die eigenen Fähigkeiten betrifft, und trotzdem den eigenen Charakter und den eigenen Sound einbringen.

Wie stark hat Sie Prince beeinflusst?

Ich bin ein Fan von Prince seit meinem 12. Altersjahr. Er hat mich beeinflusst, bevor ich mit ihm zusammen in seiner Band New Power Generation gespielt habe. Ich bin mit seiner Musik aufgewachsen. Seine Musik beeinflusst mich heute weniger als es früher der Fall war. Was aber bis heute geblieben ist: Die Professionalität beim Auftreten, das alles habe ich von ihm gelernt und das prägt mich bis heute sehr stark. Höhepunkte in den Konzerten von Prince war, wenn er sich ans Piano setzte und ohne grosse Lichtshow sang und spielte. In solchen Momenten zeigt sich, was jemand musikalisch drauf hat. Ich hoffe, eine solche Atmosphäre kann ich auf der Bühne auch rüber bringen.

Prince ist im April 2016 verstorben. Haben Sie noch Kontakt mit den Musikern von damals?

Die Paisley Park Studios sind inzwischen ein Museum. Mit ein paar Musikern, mit denen ich 2003 und 2004 zusammen in der Band von Prince, der New Power Generation, gespielt habe, pflege ich nach wie vor Kontakt – mit Candy Dulfer beispielsweise. An der Baloise Session traten wir gemeinsam auf. Candy Dulfer war Gast in meinem Trio.

Früher traten Sie als Rad auf. Heute spielen sie vor allem mit ihrem Rose Ann Dimalanta Trio. Inwiefern hat sich Ihre Musik verändert?

Rad stand für Rose Ann Dimalanta. Das war meine Musik, die ich zusammen mit meinem Mitkomponisten und Produzenten aufgenommen habe. Heute mache ich Musik im Trio mit Bassist Raymond KcKinley und Schlagzeuger Massimo Buonanno. Ich bin älter geworden und habe mich weiter entwickelt. Heute wird es auch mal etwas ruhiger und nachdenklicher. Aber ich bin immer noch dieselbe Person. Ich werde auch von den damaligen Alben etwas spielen in Altdorf, denn ich liebe es nach wie vor auch «funky».

Wie hat es Ihnen beim ersten Mal am Tonart-Festival gefallen?

Der Saal im Theater Uri ist wunderschön. Das Publikum sitzt und hört zu. Es ist den Musikern auf der Bühne sehr nahe. Das gibt einen intimen Rahmen für das Konzert. Beim Auftritt von Seven vor zwei Jahren habe ich ein sehr aufmerksames Publikum erlebt. Neben Seven und mir stand damals nur noch ein Gitarrist auf der Bühne. Das war ebenfalls eine kleine Formation. Zurzeit bereite ich mich übrigens mit Seven auf die neue Tour, welche im Mai beginnt, vor.

Tonart-Festival bietet vielfältiges Programm

Neben der ehemaligen Prince-Keyboarderin Rose Ann Dimalanta am Samstag, 23. März, tritt am Freitag, 22. März, der als Aaron Earl Livingston geborene Son Little ebenfalls solo im grossen Saal des Theaters Uri auf. Er reist exklusiv für das Tonart-Festival von Los Angeles nach Altdorf. Der Gitarrist und Sänger bezeichnet seine Art Blues und Soul selber als Future Soul. Im Foyer des Theaters Uri spielt an beiden Abenden wiederum die Berner Profiband Take This. Nebst einem eigenen Set begleitet sie am Freitag die beiden Berner Musiker Schmidi Schmidhauser und QC. Am Samstag unterstützt die Tonart-Hausband die Luzerner Sängerin Caroline Chevin und den Berner Rapper Knackeboul. Erneut mit von der Partie ist der deutsche Rapper Roger Rekless. Er wird als Ansager durch das Festival führen. Die Festivalpässe sind ausverkauft. Es hat nur noch wenige Tickets an der Abendkasse.

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