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Pro Natura Uri verdreifacht Mitgliederzahl

Mit einer grossen Werbekampagne konnte Pro Natura ihren Mitgliederbestand im Kanton Uri von 315 auf sagenhafte 948 erhöhen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Trudy Bürgi aus Altdorf und Judith Tresch-Kessler aus Schattdorf.
Paul Gwerder
Schutzgebietsbetreuer Beat Zgraggen, das neue Vorstandsmitglied Trudy Bürgi und die Vorsitzende Annalise Russi (von links) mit einem der berühmten Meientaler Holzzäune. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 26. September 2018))

Schutzgebietsbetreuer Beat Zgraggen, das neue Vorstandsmitglied Trudy Bürgi und die Vorsitzende Annalise Russi (von links) mit einem der berühmten Meientaler Holzzäune. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 26. September 2018))

Einer grossen Tür-zu-Tür-Werbekampagne von Pro Natura ist es zu verdanken, dass sich bei der Urner Sektion 687 neue Mitglieder eingeschrieben haben. Damit hat sich der Bestand verdreifacht. «Ich hoffe, dass die neuen Mitglieder aktiv bei Pro Natura Uri sind und dort auch mitschaffen», sagte Pia Tresch an der 53. Jahresversammlung von Pro Natura am vergangenen Mittwoch. Besonders erfreut war die Vorsitzende Annalise Russi, dass sie den Talammann von Ursern, Beat Schmid, und den Präsidenten des Urner Jägervereins, Hanspeter Schuler, begrüssen durfte.

«Wer unser Tier des Jahres, das Hermelin, einmal auf einer Wanderung antreffen möchte, hat grosse Chancen bei einer Wanderung zum Sunniggrätli», sagte Russi. Mit der Wahl des Hermelins ruft Pro Natura dazu auf, den Kulturlandschaften wieder zu einem strukturreichen Netz von Lebensräumen zu verhelfen. Das diene nicht nur dem Hermelin, sondern auch vielen anderen Tier- und Pflanzenarten.

Von Skianlagen bis zum Wolf: Arbeit geht nicht aus

Aus Vorstandsitzungen, Sitzungen zusammen mit dem Urner Umweltrat, Besprechungen und Begehungen entwickelte sich die Arbeit von Pro Natura Uri. Weiterhin gehört der Bau des Ressorts in Andermatt, dort insbesondere der Ausbau der Skiinfrastrukturanlagen, zu einer der Hauptbeschäftigungen von Pro Natura. «Der weiter fortschreitende Ausbau der Wasserkraft im Kanton Uri und die Pläne zur zweiten Strassenröhre am Gotthard bildeten weitere Schwerpunkte», steht im Leistungsbericht. «Im Gegensatz dazu konnte in Bauen mit dem Schutzgebiet Schwäntlen eine Liegenschaft mit ‹natur pur› von Pro Natura gepflegt und gehegt werden», schreibt Tresch, die seit 1995 die Geschäftsstelle leitet.

Pro Natura übernimmt damit die Verantwortung für diese Gegend und wird die einzigartige Flora und Fauna sowie den wertvollen Waldrand nach den Zielen eines Naturschutzgebietes nachhaltig unterhalten. Gegen die geplante Erschliessung der landwirtschaftlich genutzten Liegenschaften auf den Chilcherbergen steht Pro Natura zusammen mit anderen Umweltschutzorganisationen sehr kritisch gegenüber und hat deshalb eine gemeinsame Einsprache erhoben.

Die Urner beschäftigen sich seit längerer Zeit mit Wolf, Luchs und Bär. Pro Natura Uri hat dazu an verschiedenen Besprechungen, zum Beispiel auch zum Thema «Herdenschutz», teilgenommen. Mit organisierten Alpbesuchen hat sie sich selber ein Bild von den Herdenschutzmassnahmen gemacht und Pro Natura sei überzeugt, dass die Probleme lösbar sind, aber nur gemeinsam.

Zwei neue Vorstandmitglieder

Russi ist sehr zufrieden, dass sie der Versammlung zwei neue Vorstandsmitglieder zur Wahl vorstellen durfte. Es sind dies die Altdorferin Trudy Bürgi und Judith Tresch-Kessler aus Schattdorf, die beide mit grossem Applaus gewählt wurden. Weiter liessen sich die Vorsitzende Annalise Russi sowie Heinz Eberhard und Bruno Imhof als Präsidialausschuss für eine weitere Amtsperiode bestätigen. Als Mitglied in den Delegiertenrat von Pro Natura wurde Trudy Bürgi gewählt.

Kassier Heinz Eberhard informierte, dass es im Rechnungsjahr einen Verlust von insgesamt 20219 Franken gab. Dies bei Einnahmen von 93162 Franken und Ausgaben von 113381 Franken. Als Grund für das Defizit gibt er die Anschaffung neuer Fenster im Ferienhaus auf dem Brüsti für über 20000 Franken an. Bei dieser Gelegenheit dankte Russi dem «Brüstiteam» für die grosse Arbeit rund um den Unterhalt des Hauses und dessen Vermietung.

Meientaler Holzzaun ist eine Erfolgsgeschichte

«Schon im Jahr 1999 hat das ‹Arbeitslosenprojekt Netzwerk Uri› einmal begonnen, den alten Meientaler Holzhag zu sanieren», erzählte Beat Zgraggen, Schutzgebietsbetreuer bei Pro Natura Uri, in seinem Vortrag. Nun sei es definitiv soweit. Diverse Stiftungen haben die rund eine halbe Million Franken gesprochen. Jetzt kann der rund 1300 Meter lange «Kulturhag» wieder neu gebaut werden. Bereits diesen Sommer konnte ein Teil davon eingeweiht werden.

«Die Erstellung dieses Holzhages ist nicht so einfach und kann nicht von Freiwilligen gemacht werden», betonte Zgraggen. Für den Zaun brauche es ausschliesslich Lärchenholz aus den umliegenden Wäldern, welches in einheimischen Betrieben zu Holzlatten von 3,5 Metern Länge und Pfosten verarbeitet wird. Mit dem Kulturhag ist das Meiental um eine Attraktion reicher. Daneben gab es dort 2018 schon das 16. Lager, bei dem freiwillige Helfer die Landwirte unterstützen und auch die Trockensteinmauern wieder ausbessern. Insgesamt waren bis heute schon 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesen Lagern und leisteten dabei rund 4500 Stunden Freiwilligenarbeit.

Ferner orientierte Zgraggen noch über die Pflegeeinsätze im Reussdelta und den Bau von über einem Dutzend Tümpel, in de-nen sich Wasserfrösche, Bergmolche und sogar der Fadenmolch, mit dem er zuletzt gerechnet habe, gut eingelebt hätten.

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