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PRO SENECTUTE URI: Die Zeit wird sorgsam genutzt

2016 wurde im Bereich Bildung eine immens steigende Nachfrage registriert. Die Urner Senioren haben aber auch die Serviceleistungen überdurchschnittlich benutzt.
Bruno Arnold
Geschäftsleiter Josef Steiner geht in Pension. (Bild: PD (Mai 2017))

Geschäftsleiter Josef Steiner geht in Pension. (Bild: PD (Mai 2017))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Was vor hundert Jahren als Schweizerische Stiftung für das Alter begonnen hat, trägt heute als Pro Senectute reifste Früchte und ist für die alternde Bevölkerung ein echtes Bedürfnis. «Es ist ein Phänomen: Bei den Pensionierten fliegt die Zeit nur so dahin», schreibt Stiftungsratspräsidentin Silvia Walker im Vorwort zum Jahresbericht 2016 (siehe auch www.ur.pro-senectute.ch ).

«Pro Senectute bietet mit ihren vielfältigen Kursen die Chance, Kontakte zu pflegen oder neue zu knüpfen. Auch so verfliegt die Zeit, aber sie ist sorgsam genutzt», betont Walker. Mit einem umfassenden Angebot in den Bereichen Kreativität, Sport, Informatik, Sprachen oder Referate habe die Pro Senectute Kanton Uri für jeden im Pensionsalter auch im vergangenen Geschäftsjahr etwas Passendes geboten, um die Zeit der Pensionierung «sorgsam zu nutzen».

Bildungsangebote wurden verdoppelt

«Lernen im Alter – ein Widerspruch? Nein! Früher war mit dem Ende des Arbeitslebens auch die Phase des Lernens abgeschlossen. Heute nicht mehr», heisst es in der Medienmitteilung zum Jahresbericht. «Die Babyboomer sind fit, im Herz wie im Hirn.» Das menschliche Hirn bleibe bis ins hohe Alter veränderbar. Dies würden die gut besuchten Bildungsangebote zeigen, so etwa Sprachkurse, Informatik, Fotografie, Kochen, Schach, mobil bleiben – in Zusammenarbeit mit SBB, Polizei und Auto AG Uri – und Informationsanlässe zu Pension/Vorsorge. Das vergangene Jahr habe der Pro Senectute Kanton Uri denn auch eine immens steigende Nachfrage im Bereich Bildung gebracht. Gegen 370 Kurslektionen wurden durchgeführt. «Dies entspricht einer Verdoppelung der Bildungsangebote», so Pro Senectute Uri.

Kesb-Informationen haben gewirkt

Dank der verschiedenen Informationen in der Öffentlichkeit rund um die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde seien die Beratungen und die Informationsbedürfnisse im Bereich Selbst- und Fremdbestimmung im Jahr 2016 gleich geblieben.

In jeder Region des Kantons finden sich aber auch notwendige Hilfen im Sozial-, Finanz- und Dienstleistungsbereich. «Kleine wertvolle Perlen im Alltag – wie zum Beispiel die Mittagstische in den Gemeinden, Kontaktbesuche durch Ortsvertretungen, Steuererklärungsdienst, Fusspflegedienst, administrative Begleitung und Besuchsdienst – sind sinnvolle Angebote für Menschen in der Gesellschaft, die durch das fortgeschrittene Alter in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können, heisst es in der Medienmitteilung zum Jahresbericht.

Vermehrt würden Senioren bei der Beratungsstelle in Altdorf Hilfe suchen, sei dies in Form einer Budgetberatung oder durch das Beantragen von finanzieller Unterstützung. So konnten im vergangenen Jahr in 209 Gesprächen gemeinsam mit den Ratsuchenden in der Sozialberatung vorhandene Stärken und Lösungen gefunden werden, um möglichst lange zu Hause wohnen zu bleiben und um die Lebensqualität und die Würde der Menschen im Pensionsalter erhalten zu ­können.

Geschäftsleiter geht in Pension

Nach genau zwei Jahrzehnten im Dienste der Pro Senectute Kanton Schwyz und nach fast drei Jahren auch für den Kanton Uri verlässt Geschäftsleiter Josef Steiner-Kessler seine Arbeitsstelle. Er wird Ende Mai den Ruhestand antreten. Nachfolgerin Edith Dürst Odermatt arbeitet sich seit Anfang Mai im Team ein.

Nicht nur die geistige Beweglichkeit soll erhalten bleiben, auch die körperliche Fitness ist hoch im Kurs, schreibt Pro Senectute Uri. 868 Personen bei 1298 Gruppenlektionen wie Wandern, Mini-Tennis, Everdance und Pilates, Velo oder Langlauf zeigen, dass die ältere Bevölkerung in Bewegung bleibt.

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