PROGRAMME: So will der Kanton Uri die Gesundheit fördern

«Ernährung und Bewegung» und «Psychische Gesundheit»: Der Urner Regierungsrat hat der Weiterführung zweier kantonaler Gesundheitsförderprogrammen zugestimmt.

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Simone Abegg, Programmleiterin «Ernährung und Bewegung», Regierungsrätin Barbara Bär und Karin Kreiliger, Programmleiterin «Psychische Gesundheit» (Bild PD)

Simone Abegg, Programmleiterin «Ernährung und Bewegung», Regierungsrätin Barbara Bär und Karin Kreiliger, Programmleiterin «Psychische Gesundheit» (Bild PD)

Die Zahl übergewichtiger Menschen nimmt weiterhin zu. Chronische Krankheiten, die durch Übergewicht vermehrt auftreten, sind insbesondere Herzkreislaufkrankheiten, Diabetes und verschiedene Krebsarten. Aufgrund der zunehmenden Fettleibigkeit (Adipositas) wird auch bei Kindern und Jugendlichen vermehrt schon Diabetes Typ 2 diagnostiziert.

Auch der Kanton Uri beteiligt sich an einem nationalen Aktionsprogramm. Der Regierungsrat hat nun entschieden, die bestehenden Projekte und Massnahmen für weitere vier Jahre (2016 bis 2019) fortzusetzen.

Das Aktionsprogramm beinhaltet hauptsächlich Projekte im Bereich Ernährung und Bewegung für Kinder und Jugendliche. Dabei werden insbesondere Kinder im Alter zwischen 0 und 6 Jahren sowie deren Betreuungspersonen angesprochen. Das Programm setzt bei den Kindern an, weil Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten schon von klein an erlernt werden und da noch am besten positiv beeinflusst werden können.

Gesundheitsdirektorin Barbara Bär betont: «In Uri werden ausschliesslich erprobte Projekte, die auch in anderen Kantonen zur Anwendung kommen, umgesetzt. Damit kann mit den vorhanden Ressourcen das Maximum erreicht werden.» Das Aktionsprogramm löst für vier Jahre 2016 bis 2019 Kosten von insgesamt 535'000 Franken aus. Davon übernimmt die «Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz» 200'000 Franken; die restlichen Kosten übernimmt der Kanton.

Die Projekte im Kanton Uri

Purzelbaum - Bewegter Kindergarten, Femmes-Tische, Midnight Point Uri, Miges Balù und Znünibox sind Bezeichnungen für Projekte, die alle im Rahmen des Aktionsprogramms in Uri lanciert worden sind. Dieses Aktionsprogramm geht nun in die dritte Runde. Die detaillierten Inhalte des Aktionsprogramms können im Internet unter www.gesundheitsfoerderung-uri.ch abgerufen werden.

«Psychische Störungen sind weit verbreitet und zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt», erklärt Gesundheitsdirektorin Barbara Bär. «Zudem wird in Uri nach wie vor wenig über die psychische Gesundheit und über psychische Erkrankungen gesprochen. Viele psychisch erkrankte Urner nehmen professionelle Hilfe erst zu einem späten Zeitpunkt in Anspruch. Daher hat der Kanton die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri beauftragt, das Schwerpunktprogramm Psychische Gesundheit weiterzuführen».

Das kantonale Schwerpunktprogramm "Psychische Gesundheit" wird seit 2012 von der Fachstelle Gesundheitsförderung Uri umgesetzt. Der Regierungsrat hat einer Verlängerung des Programms für das Jahr 2016 zugestimmt. Das Programm beinhaltet folgende vier hauptsächlichen Zielsetzungen:

  • Die Urner Bevölkerung erhält Informationen und Ratschläge, wie die psychische Gesundheit erhalten und verbessert werden kann.
  • Die psychische Gesundheit der Urner Bevölkerung wird durch Interventionen gezielt gefördert.
  • In der Bevölkerung wird über psychische Gesundheit und psychische Krankheiten offener geredet. Die vorhandenen Hilfsangebote bei psychischen Schwierigkeiten sind bekannt.
  • Die Selbsthilfe wird gefördert.

Das Programm erhält keine finanzielle Unterstützung durch der «Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz» und wird somit vollständig vom Kanton mit 50'000 Franken pro Jahr finanziert.

Die Projekte im Kanton Uri

Zentraler Bestandteil des Schwerpunktprogramms ist die Kampagne «10 Schritte für die psychische Gesundheit». Sie informiert und sensibilisiert die Urner Bevölkerung zu verschiedenen Aspekten der Psychischen Gesundheit. Zudem bietet die Website www.psychische-gesundheit-uri.ch zusätzliche Informationen sowie regelmässige Newsbeiträge zum Thema.

pd/rem