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Projekt «Neue Axenstrasse»: Die Politik muss endlich handeln

Zur Sperrung der Axenstrasse und dessen gravierende Auswirkungen

Die Sperrung der Axenstrasse und die Verkehrsbehinderungen an der A2 am Lopper mit der zeitweiligen Sperrung des Seelisbergtunnels, dies alles gepaart mit dem Ferienverkehr, haben in den vergangenen Tagen zu massiven Behinderungen des Strassenverkehrs geführt. Mit einem Paukenschlag wurde uns vor Augen geführt, dass der Verkehr ein wichtiger Motor der Urner Volkswirtschaft ist. Er stellt die Mobilität von Gütern und Menschen sicher. Ein funktionierender Verkehrsfluss auf Strasse, Schiene und Wasser gewährleistet, dass Arbeitskräfte und Waren, aber auch Konsumenten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind. Nur so sind die Herstellung und der Verkauf von Produkten beziehungsweise Dienstleistungen sichergestellt und damit auch das (Über-)Leben der KMU in Industrie, Handwerk, Tourismus et cetera in Uri gewährleistet.

Obwohl die Axenstrasse in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder saniert und ausgebaut wurde, genügt sie den heutigen Anforderungen nicht mehr. Bereits 1992 war sie infolge Felssturzgefahr am Ölberg acht Monate vollständig gesperrt. Vor allem für die Anwohner und Pendler sowie für die Schwyzer, Urner und Tessiner Wirtschaft hat eine Sperrung der Axenstrasse schwerwiegende Folgen. Die Sicherheit und Verfügbarkeit werden nur mit einer neuen Strasse erhöht. Deshalb hat der Bundesrat die Kantone Uri und Schwyz beauftragt, ein generelles Projekt «Neue Axenstrasse» auszuarbeiten und erteilte den beiden Kantonen 2009 die Bauherrschaft.

Es sprechen aber noch weitere Gründe für eine neue Strassenführung. Der Axenverkehr führt durch das Dorf Sisikon. An Spitzentagen sind es bis zu 16’000 Fahrzeuge – für die Einwohner eine unzumutbare Belastung. Auch der Langsamverkehr könnte von der von Sisikon seit Jahren geforderten Umfahrung durch eine baulich angepasste Veloroute entlang der alten Axenstrasse profitieren. Zudem muss die Axenstrasse auch als zuverlässige Ausweichroute zum Seelisbergtunnel verfügbar sein. All diesen Problemstellungen wird das Projekt der «Neuen Axenstrasse» mit einem Sisikoner Tunnel und einem Morschacher Tunnel gerecht.

Die Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen zählte einst zu den kühnsten Strassenbauprojekten in den Schweizer Alpen. Genau diese Kühnheit und der Unternehmergeist fehlen heute oft in der Politik, und deren Mühlen mahlen (zu) langsam. Dies führt zu einem Reformstau und zu einer Verwaltung der Probleme statt zu deren Lösung. Das bestehende Strassennetz ist letztendlich ein Vermögenswert der Bürgerinnen und Bürger, und die Aufgabe der Politik ist es, diese Infrastrukturwerte und Standortfaktoren zu bewahren und weiter zu entwickeln.

Verlässliche Verkehrswege sind für den Kanton Uri von sehr grosser Bedeutung. Dabei kommt dem Bau der neuen Axenstrasse eine Schlüsselfunktion zu. Dieses Grossprojekt erhöht die Verfügbarkeit, aber auch die Verkehrssicherheit und entflechtet den Transit- vom Langsamverkehr. Im Rahmen der Netzvollendung der Nationalstrasse N4 muss die jahrzehntelange «Pendenz Axenstrasse» nun mit der entsprechenden Dringlichkeit umgesetzt werden.

Ludwig Loretz, Landrat, Andermatt

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