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PSYCHIATRIE: Sie wachen über die Psychiatrische Klinik

Die Gesellschaft Triaplus erhält einen fünfköpfigen Verwaltungsrat. Das Gremium wird im September gewählt, ist aber jetzt schon in Prozesse miteinbezogen.
Samantha Taylor
Von links: Daniel Grunder, Gerhard Dammann, Christina Brunnschweiler, Paul Lalli, Alphons Beat Schnyder. (Bild: PD)

Von links: Daniel Grunder, Gerhard Dammann, Christina Brunnschweiler, Paul Lalli, Alphons Beat Schnyder. (Bild: PD)

Samantha Taylor

redaktion@urnerzeitung.ch

Die ambulanten psychiatrischen Dienste von Uri, Schwyz und Zug sowie die Psychiatrische Klinik Zugersee werden neu in einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft zusammengefasst. Dies geschieht im Rahmen des Psychiatriekonkordats der drei Kantone. Die Triaplus AG wird am 1. Januar 2018 ihre operative Tätigkeit aufnehmen.

Nun haben die Regierungen der drei Konkordatskantone den fünfköpfigen Verwaltungsrat zusammengestellt. Er setzt sich zusammen aus Persönlichkeiten, die Erfahrungen in den Bereichen Unternehmensführung, Gesundheitsversorgung, Psychiatrie, Betriebswirtschaft und Recht mitbringen.

Erfahrung in der Führung komplexer Organisationen

Als VR-Präsidentin ist Christina Brunnschweiler vorgesehen. Sie ist CEO der Spitex Zürich Limmat, einer Organisation mit rund 950 Mitarbeitern. Die 60-jährige Zürcherin verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Führung komplexer Organisationen. Als Verwaltungsrätin der Reha-Klinik Zurzach und der Zmed AG, Zürich, ist ihr auch die Verwaltungsratstätigkeit bestens vertraut. «Christina Brunnschweiler identifiziert sich stark mit dem öffentlichen Versorgungsauftrag und dem Konzept der integrierten Versorgung», sagt Regierungs­rätin Barbara Bär, die den Kanton Uri im Psychiatriekonkordat vertritt. «Das hat uns überzeugt.» Weiter gehört dem Rat Gerhard Dammann an. Der Tägerwiler deckt den psychiatrischen Fachbereich ab. Überdies ist er seit 2004 Mitglied der Betriebskommission der Psychiatrischen Klinik Zugersee und demzufolge mit einem wichtigen Teil der Triaplus AG bereits vertraut.

Daniel Grunder, Neuheim, gewährleistet als Rechtsanwalt und Notar das erforderliche juristische Fachwissen im Verwaltungsrat. Zugleich sind ihm als früherem Kantonsrat und Fraktionschef die politischen Zusammenhänge und Mechanismen vertraut. Da Daniel Grunder die aktive politische Tätigkeit 2010 beendet hat, besteht kein Konfliktrisiko bezüglich Corporate Governance. Paul Lalli, Brunnen, ist einer der besten Kenner der psychiatrischen Versorgung im Konkordatsgebiet. Er war 13 Jahre Direktor der Psychiatrischen Klinik Zugersee und leitet seit 2014 das Projekt «Integrierte Psychiatrie UR/SZ/ZG». Und ­Alphons Beat Schnyder, Zürich, verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse des schweizerischen Gesundheitswesens. Er berät seit über 25 Jahren Spitäler, psychiatrische Kliniken und öffentliche Verwaltungen bei der Entwicklung von Strategien und Strukturen.

In der Klinik hat es geknallt

Der neue Verwaltungsrat und seine Präsidentin wollen bereits vor dem 11. September aktiv werden. Dies nicht ganz freiwillig. Denn in der Psychiatrischen Klinik Zugersee hat es geknallt. Mit dem Resultat, dass sie derzeit wieder auf der Suche nach einem neuen Leiter ist.

Der bisherige Direktor Reto Fausch ist seit Mitte März krankgeschrieben und wird, wie die Klinik Mitte Juni mitteilte, nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren. Man sei übereingekommen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, hiess es seitens der Klinik Mitte Juni. Per Ende Jahr muss darum nun ein neuer Direktor gefunden werden. In diesen Rekrutierungsprozess, der zurzeit anläuft, wird der Verwaltungsrat einbezogen. Am Ende ist er es denn auch, der für die Wahl des Direktors verantwortlich zeichnet.

«Die Sozialkompetenz ist uns wichtig»

«Wir suchen für die Leitung eine Person, die Fachkompetenzen im betriebswirtschaftlichen Bereich mitbringt», sagt die künftige VR-Präsidentin Christina Brunnschweiler. «Wichtig sind uns aber auch die Sozial- und Selbstkompetenz.» Sie wisse um die personellen Schwierigkeiten in der Klinik. «Die Situation ist mir bekannt.» Sie werde sich deshalb schon Ende Woche mit den Mitgliedern der zukünftigen Geschäftsleitung treffen. Brunnschweiler: «Mein Weg führt über das Gespräch. Ich möchte, dass gemeinsame Ziele vereinbart und diese dann zusammen erreicht werden.»

Im Hintergrund der neuen Strukturen steht das totalrevidierte Psychiatriekonkordat. Dieses wurde in den vergangenen Monaten von den Parlamenten der Kantone Uri, Schwyz und Zug gutgeheissen. Die Referendumsfrist ist ungenutzt abgelaufen. Das Konkordat ist somit am 1. Juli in Kraft getreten. Der Verwaltungsrat wird formell an der Gründungsversammlung der Triaplus AG am 11. September gewählt. Die operative Tätigkeit wird die Gesellschaft nach der Überführung der Dienste und der Klinik dann per 1. Januar 2018 übernehmen.

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