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Urner Bergsteiger feiern eine Parforceleistung

Peter Stadler, Toni Fullin und Tino Planzer standen als erste Urner auf dem 8035 Meter hohen Gasherbrum. Zusammen mit Begleiter Chris Forster feierten sie kürzlich das 30-Jahr-Jubiläum dieser Besteigung.
Georg Epp
Die Postkarte zur Gasherbrum-II–Besteigung im Jahr 1989, von links: Chris Forster, Toni Fullin, Tino Planzer und Peter Stadler. (Bild: PD)

Die Postkarte zur Gasherbrum-II–Besteigung im Jahr 1989, von links: Chris Forster, Toni Fullin, Tino Planzer und Peter Stadler. (Bild: PD)

Am vergangenen Freitag trafen sich die drei Urner Bergführer Peter Stadler, Toni Fullin und Tino Planzer sowie ihr St. Galler Berufskollege Chris Forster in Riemenstalden. Sie feierten bei bester Gesundheit das 30-Jahr-Jubiläum ihrer Gasherbrum-II-Besteigung in Pakistan und tauschten tolle Erinnerungen aus. Als erste Urner standen sie nach einer Blitzbesteigung am 31. Mai 1989 auf dem 8035 m hohen Gipfel.

Der Gasherbrum II ist der dreizehnthöchste Berg der Erde und galt damals wie heute als eine der grössten Herausforderungen im Höhenbergsteigen. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der sich sogar Spitzenbergsteiger bei einem Profi-Unternehmen einkaufen und so von einer aufwendigen Infrastruktur profitieren, stieg das Bergführerquartett alleine und ohne fremde Hilfe auf den Gipfel. Die Besteigung erfolgte im alpinen Stil, das heisst ohne vorbereitete Lager, ohne Hochträger (Sherpas), ohne Fixseile und auch ohne Sauerstoff. Nach einem Zeltbiwak – Tino Planer übernachtete sogar in einem Schneeloch – standen die vier Bergführer am späten Nachmittag müde, aber überglücklich auf dem Gipfel. Noch nie stand im pakistanischen Karakorum eine Seilschaft so früh in der Sommersaison auf einem 8000er-Gipfel.

Nach einer guten Woche wieder auf der Heimreise

Verfolgt man die heutigen Verhältnisse an den grossen und berühmten Bergen wie beispielsweise am Mount Everest, so dürfen die vier «Altmeister» stolz auf ihre damalige Leistung sein. Statt nach fünf Wochen im Basislager konnte das eingespielte Quartett nach einer guten Woche mit kleinen Blessuren die Heimreise wieder antreten. Damals galt der Gasherbrum II als der am weitesten von der Zivilisation entfernte Achttausender. Heute werden die ersten fünf Tagesetappen mit Geländefahrzeugen bewältigt.

Alle vier sind noch immer sehr aktiv

Eine ähnlich schnelle Leistung gelang im Jahr 1984 Reinhold Messner und Hans Kammerlander bei der Doppel-Überschreitung der beiden Gasherbrum-Gipfel im Alpinstil. Diese Überschreitung gilt bis heute als eine der herausragendsten Leistungen im Höhenbergsteigen. Peter Stadler, Toni Fullin, Tino Planzer und Chris Forster sind auch heute noch sehr aktiv. Toni Fullin aus Flüelen ist immer noch Hüttenwart auf der Bergseehütte im Göscheneralptal.

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