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RAD: Gotthard-Etappe neu über die Tremola

Die Organisatoren der 79. Tour de Suisse finden eine attraktive Ersatzroute für die Gotthard-Etappe. Das 3. Teilstück der in zehn Tagen beginnenden Landesrundfahrt führt neu über die Tremola.
Luftaufnahme der Tremola-Passstrasse hinauf zum Gotthard (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

Luftaufnahme der Tremola-Passstrasse hinauf zum Gotthard (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

Startort der Etappe vom Montag, 15. Juni, ist zwar wie ursprünglich geplant Brunnen. Doch danach erfolgt ein Auto- und Bustransfer ins Tessin zum Flughafen Quinto. Von dort erfolgt der Aufstieg zum Gotthardpass über die alte Tremola-Passstrasse. Nach der rasanten Abfahrt über die normale Passstrasse geht es für die Profis auf der ursprünglichen Strecke durch die Leventina und nach einer Zusatzrunde durch die Magadinoebene hinauf zum ursprünglichen Zielort Olivone im Bleniotal.

Die auf 117 km verkürzte Alternativroute war wegen eines Felssturzes in der Schöllenenschlucht nötig geworden. Aufgrund der weiterhin vorhandenen Gefahr von Felsabbrüchen entschied das Bundesamt für Strassen, dass die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt nicht befahren werden kann.

Ihren Auftakt findet die 79. Tour de Suisse mit einem Prolog am 13. Juni in Risch-Rotkreuz. Die Rundfahrt geht neun Tage später mit einem Einzelzeitfahren in Bern zu Ende. Mit Mark Cavendish, Alexander Kristoff, John Degenkolb, Peter Sagan und Michael Matthews sind gleich fünf der endschnellsten Radprofis provisorisch für die Teilnahme gemeldet. Mit diesem Quintett sind spektakuläre (Massen-)Sprints vorprogrammiert. Solche bieten sich aufgrund des Streckenprofils in erster Linie in Schwarzenbach (Zielort der 4. Etappe), Biel (6.) und Düdingen (7.) an.

Rund ein Dutzend Schweizer werden Ende nächster Woche in Risch-Rotkreuz in die Tour de Suisse steigen. Die aus nationaler Sicht aussichtsreichsten Fahrer auf einen Tagessieg heissen wohl Michael Albasini und Fabian Cancellara.

Für den Gesamtsieg infrage kommt von den provisorisch gemeldeten Fahrern am ehesten der Franzose Thibaut Pinot. Der letztjährige Tour-de-France-Dritte wird herausgefordert vom polnischen Duo Rafal Majka und Michal Kwiatkowski, dem Strassenweltmeister. Nicht am Start werden der Portugiese Rui Costa, der Sieger der letzten drei Jahre, sowie der letztjährige Tour-de-Suisse-Zweite Mathias Frank sein. (Si)

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