Radball, Nationalliga A
Altdorfer Radballer sehen etwas Morgenröte

Im Radball gibt es ein wenig Licht am Horizont. Die Schweizer Meisterschaft wird voraussichtlich im Herbst ausgetragen.

Urs Hanhart
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Bild vom Cup-Finalturnier in Altdorf im Februar 2020. Seit Corona geht in der Sporthalle Feldli nichts mehr für die Topteams.

Bild vom Cup-Finalturnier in Altdorf im Februar 2020. Seit Corona geht in der Sporthalle Feldli nichts mehr für die Topteams.

Archivbild: Urs Hanhart

Die kürzlich vom Bundesrat kommunizierten Lockerungen, auch im Amateursport, bewirken vorderhand im Radball noch nicht viel; einiges ist noch unklar. Fest steht bisher einzig, dass Ende April die Meisterschaften in den Nachwuchskategorien (ab U19 abwärts) lanciert werden. In der Nationalliga A, wo die Radballhochburg Altdorf mit zwei Teams vertreten ist, dürfte es deutlich länger dauern, bis es endlich losgeht. Dazu sagt Claudio Zotter, Torhüter im Fanionteam Altdorf 1, dem auch Simon Marty angehört: «Es wird gemunkelt, dass es im Herbst eine verkürzte Schweizer Meisterschaft geben wird. Definitiv ist aber noch nichts. Wir hängen noch in der Luft.»

Normalerweise wird die Meisterschaft jeweils im Januar gestartet. Dann folgen bis zum Sommer neun Qualifikationsspieltage. Nach einer langen Sommerpause stehen in normalen Zeiten noch die Meisterrunde und zwei Finalturniere auf dem Programm. «Wir gehen davon aus, dass es aus zeitlichen Gründen ein deutlich verkürztes Meisterschaftsprogramm geben wird», erklärt Zotter, und er fügt noch an: «Für uns ist die Ungewissheit ziemlich mühsam. Trotzdem fehlt es uns nicht an der nötigen Motivation. Wir sind froh, ein abwechslungsreiches Training absolvieren zu können. Zudem haben wir jetzt eine Perspektive.»

Weltcup-Programm wird deutlich reduziert

Neuigkeiten gibt es auch in Bezug auf den Radball-Weltcup. In diesem Jahr sind vier Weltcup-Turniere geplant. Das sind nicht einmal halb so viele wie sonst. Der Auftakt soll am 24. April in Dornbirn erfolgen. Wegen des geschrumpften Programms können nur die beiden Ersten der letztjährigen Schweizer Meisterschaft, nämlich Pfungen und Mosnang, teilnehmen. Die Altdorfer Teams erhalten keinen Startplatz. Immerhin haben sie aber gute Chancen, beim Heim-Weltcup-Turnier in Altdorf, das am 13. November stattfinden soll, eine Wildcard zu bekommen. Gemäss Zotter sollte die Durchführung dieses Turniers im Urnerland gesichert sein.

Die Junioren-EM ist erneut verschoben

Vergangenes Jahr musste Organisator Radsport Altdorf die im Mai geplante Junioren-EM wegen der ersten Coronawelle um ein Jahr auf Mitte Mai 2021 verschieben. Nun macht dem Veranstalter des Grossanlasses erneut die Coronapandemie einen Strich durch die Rechnung. Auf seiner Website liess Radsport Altdorf vor wenigen Tagen verlauten: «Aufgrund der aktuellen Coronasituation haben wir gemeinsam mit dem Europäischen Radsportverband (UEC) entschieden, die Hallenradsport-Europameisterschaften der Junioren in die zweite Jahreshälfte zu verschieben. Sobald das genaue Datum bekannt ist, wird es kommuniziert.» Radsport Altdorf ist nach 1987, 2003 und 2013 bereits zum vierten Mal Ausrichter dieses hochkarätigen Events im internationalen Hallenradsport-Kalender. Erwartet werden in der Sporthalle Feldli in Altdorf rund hundert Radballer und Kunstradfahrer aus über zehn Nationen.