RADQUER: Reto Indergand wird schlecht belohnt

Der Urner Reto Indergand schrieb in Dagmersellen zusammen mit seinen Teamkollegen Renngeschichte, bevor ihn ein Sturz aus der Entscheidung warf.

Josef Mulle
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Reto Indergand (Zweiter von links) fuhr lange vorne mit. (Bild: Sepp Indergand (Dagmersellen, 26. Dezember 2016))

Reto Indergand (Zweiter von links) fuhr lange vorne mit. (Bild: Sepp Indergand (Dagmersellen, 26. Dezember 2016))

Josef Mulle

redaktion@urnerzeitung.ch

Das Radquer vom Stephanstag in Dagmersellen (siehe auch unsere Zeitung von gestern) war geprägt durch frühlingshafte Temperaturen und festen Boden. Dies liess Tempi fast wie an einem Strassenrennen zu. Dank der optimalen äusseren Bedingungen verfolgte eine rekordverdächtige Zuschauerzahl den Klassiker im Radquersport.

Bereits in der ersten Runde setzte sich eine 17-köpfige Spitzengruppe vom Feld ab. Mit dabei war auch der Urner Spitzenbiker Reto Indergand, der sich ganz in den Dienst seines BMC-MTB-Teams stellte. Der Silener sorgte in der zweitletzten Runde mächtig für Tempo, um seinen Teamkollegen Lars Forster und Lukas Flückiger etwas Luft zu verschaffen. Forster nutzte denn auch die Chance, liess seine engsten Verfolger mit einem beherzten Angriff stehen und gewann das Rennen auch sicher. Der Schweizer beendete damit die Siegesserie des Franzosen Francis Mourey, der bisher achtmal das Siegertrikot hatte überstreifen können.

Reto Indergand ebnet Teamkollegen den Weg

Für den eigentlichen Animator des Rennens, Reto Indergand, gab es leider kein Happy End, da er in der letzten Runde stürzte, und sein Fahrrad in der Techzone auswechseln lassen musste. «Trotz meiner Helferdienste lag für mich ebenfalls ein Spitzenplatz drin, da ich mich während des ganzen Rennens ausgezeichnet fühlte», so die Analyse des Urners. «Der Fahrfehler, der zum Sturz führte, beraubte mich natürlich aller Hoffnungen auf eine Top-Ten-Klassierung.» Indergand wurde für seinen grossartigen Einsatz mit dem 14. Platz eher schlecht belohnt.

Besser als seinem Vorbild Reto Indergand erging es dem Nachwuchstalent Nik Küttel, VMC Silenen/IG Radsport Uri. Der U-15-Fahrer konnte bis fast auf die Zielgerade mit dem Franzosen Daniel Burger mithalten und erreichte das Ziel mit 4 Sekunden Rückstand als Zweiter. Den Geschicklichkeitsparcours beendete Küttel als Sechster. Da bei den U-15-/U-13-Kategorien die Punkte des Querrennens und diejenigen des Parcours zusammengezählt werden, kam der Urner Nachwuchsfahrer in der Gesamtwertung auf den 2. Rang.

Auch Aron Zberg, IG Radsport Uri/VMC Silenen, zeigte in Dagmersellen eine sehr gute Leistung. Er hat aber als U-13-Fahrer – und somit um drei Jahre jünger als seine härtesten Mitkonkurrenten – hartes Brot zu essen. Zberg überraschte aber vor allem auf dem Geschicklichkeitsparcours, den er auf dem sehr guten 4. Rang beendete. Zusammen mit dem 12. Rang im Querrennen eroberte der Youngster in der Endabrechnung den sehr guten 8. Platz und stellte so erneut sein Potenzial unter Beweis.

Aus der Rangliste

U 15/U 13

Parcours: 1. Silas Amstutz (2003), Thömus VC Tramelan; ferner: 4. Aaron Zberg (2006), IG Radsport Uri/VMC Silenen; 6. Nik Küttel (2003), IG Radsport Uri/VMC Silenen. – Querrennen: 1. Daniel Burger (2003), MJC Buhl (FRA), 18.54 Minuten; 2. Nik Küttel (2003), IG Radsport Uri/VMC ­Silenen, +0:04 zurück; ferner: ­ 12. Aron Zberg (2006), IG Radsport Uri/VMC Silenen, 2:18. – Gesamtwertung: 1. Finn Treudler (2003), Stadtwerk Winterthur/ Biketeam, 5 Punkte; 2. Nik Küttel (2003), IG Radsport Uri/VMC Silenen, 8 Punkte; ferner: 8. Aaron Zberg (2006), IG Radsport Uri/VMC Silenen, 16 Punkte.

Elite

1. Lars Forster (SUI), BMC MTB Racing Team, 1.02.36; 2. BraamMerlier (BEL), Steaylaverts-Verona, 0:02 zurück; 3. Lukas Flückiger (SUI), BMC MTB Racing Team, 0:03; ferner; 14. Reto Indergand (SUI), BMC MTB Racing Team, 0:36.