Radsportfans trauern um «Meistermacher» Pierre Savary

Die Radsportwelt trauert um Pierre Savary, den ehemaligen Masseur und Pfleger der Schweizer Rad-Nationalmannschaften sowohl im Radquer als auch für die Strassen- und Bahn-Radrennsportler.

Geni Wipfli / Simon Zollinger
Merken
Drucken
Teilen
Pierre Savary (Mitte) mit seinen Schützlingen Kurt Betschart (links) und Bruno Risi 1992 in Zürich: Risi-Betschart gewannen erstmals bei den Profis das Zürcher Sechstagerennen, was das breite Grinsen der beiden Sportler erklärt.

Pierre Savary (Mitte) mit seinen Schützlingen Kurt Betschart (links) und Bruno Risi 1992 in Zürich: Risi-Betschart gewannen erstmals bei den Profis das Zürcher Sechstagerennen, was das breite Grinsen der beiden Sportler erklärt.

Bild: Geni Wipfli

Nachdem es in den letzten Jahren immer ruhiger geworden war um Pierre Savary, den charismatischen ehemaligen Masseur und Pfleger der Schweizer Rad-Nationalmannschaften im Radquer, Strassen- und Bahnrennen, erreichte uns nun aus Thailand die Meldung von seinem Hinschied. Er sei am Freitag, 17. April, tot in seinem Haus aufgefunden worden. Savary habe an Demenz gelitten und sich in letzter Zeit immer mehr zurückgezogen, zuletzt mit mehreren Hunden und über 20 Katzen, wie es heisst. Er sei mutmasslich bereits eine Woche davor allein in seinem Haus verstorben.

Savarys Schützlinge feierten grosse Erfolge

Zusammen mit Nationalmechaniker «Nati-Mech» Fritz Brühlmann bildete Savary in den Achtziger- und Neunzigerjahren ein starkes Team; man nannte die beiden «die Meistermacher». So feierten sie etwa 1980 den Olympiasieg von Robert Dill Bundi, später die Weltmeistertitel von Urs Freuler, Albert Zweifel und Bruno Risi sowie viele Medaillen ihrer Sportler gemeinsam. Auch die Urner Beat und Markus Zberg, Rolf und Roger Furrer und natürlich die Alpentornados Bruno Risi und Kurt Betschart wurden von Pierre Savary massiert und gepflegt.

Nach seiner Aktivzeit wanderte Pierre Savary aus in sein geliebtes Phuket in Thailand. Dort hatte er immer wieder grosse Freude, wenn ihn Schweizer und ehemalige Radsportler besuchen kamen. Mit der Schweiz blieb Savary via Social Media verbunden.