Radsport
Reto Indergand mit Pech ‒ dafür fährt Urner Nachwuchstalent einen Podestplatz heraus

Am 1.-Mai-Wochenende wurde in Leukerbad zur Proffix Swiss Bike Cup Serie 2021 gestartet. Reto Indergand war auf dem besten Weg zu einem Spitzenergebnis; Stürze und ein Raddefekt verhinderten aber den Sprung aufs Podest. Im Nachwuchsbereich überzeugten die Urnerinnen, insbesondere Elena Frei.

Josef Mulle
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Nachdem sich die Elitefrauen noch durch Schneeregen und dadurch ganz schwierige Parcours-Passagen kämpfen mussten, konnten sich die Männer über abtrocknende Strecken und teilweise gar Sonnenbegleitung freuen. So unterschiedlich präsentierten sich die Verhältnisse am ersten Swiss Bike Cup-Rennen in Leukerbad vom vergangenen 1.-Mai-Wochenende. Bei den Frauen überraschte die junge Österreicherin Mona Mitterwallner, die mit den schwierigen Bedingungen am besten zurechtkam, und sowohl Kate Courtney aus den USA wie auch der französischen Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot das Nachsehen gab. Beste Schweizerin wurde Jolanda Neff, die sich nach verhaltenem Start kontinuierlich an die Spitze vorarbeitete. Die Urner Spitzenbikerin Linda Indergand wurde von Swiss Cycling für die Tour de Suisse der Frauen nominiert, und war in Leukerbad nicht am Start. Melanie Tresch, Strüby BiXS Team, belegte als U23-Fahrerin in dem Klassefeld den 33. Platz.

Zwei Stürze und ein Raddefekt waren zu viel

Das Elitefeld der Männer war international topbesetzt, und mit 136 Athleten auch in rekordverdächtiger Anzahl unterwegs. Die Entscheidung um den Tagessieg fiel sehr früh, als sich der britische U23-Weltmeister Tom Pidcock bereits in der Startrunde auf und davon machte. Der kommende Radsport-Superstar fuhr in der Folge die Konkurrenz in Grund und Boden und gewann den Auftakt des Swiss Bike Cup mit einem Vorsprung von über drei Minuten. Auf dem Weg zu einem Spitzenergebnis war auch der Urner Reto Indergand, der sich erfreulicherweise wieder seiner Form und Stärke früherer Tage nähert.

Der hoffnungsvolle Urner Nachwuchs, flankiert durch das Betreuer Duo Christian Zberg (links) und Bruno Küttel.

Der hoffnungsvolle Urner Nachwuchs, flankiert durch das Betreuer Duo Christian Zberg (links) und Bruno Küttel.

Bild: PD

Nach ausgezeichnetem Start und regelmässig guten Rundenzeiten zeigte sich Indergand nach vier von sechs Runden bereits an vierter Stelle, bis ihn zwei Stürze und ein platter Vorderreifen aus der Entscheidung warfen. «Ja, es lief mir wirklich ausgezeichnet, ich konnte vom Start weg meine Position verbessern, und war auf dem besten Weg zu einer Topklassierung, aber die angeführten Zwischenfälle reichten halt dann doch ‹nur› für den zwölften Platz», resümierte der Urner nach dem Rennen. Sehr gut unterwegs war auch der U23-Fahrer Fabio Püntener, Team Solothurn, obwohl ihm Streckenführungen mit langen steilen Anstiegen wie in Leukerbad nicht besonders zusagen. Zusammen mit seinen Teamkollegen konnte er aber dennoch einen guten Rhythmus fahren, was ihm im stark besetzten Feld den sehr guten 19. Platz einbrachte.

Elena Frei auf dem Podest

Nachwuchstalent Elena Frei (hier in einem früheren Rennen) belegte in Leukerbad den dritten Rang.

Nachwuchstalent Elena Frei (hier in einem früheren Rennen) belegte in Leukerbad den dritten Rang.

Bild: PD (Hittnau, 24. Juni 2019)

Auch die Fahrerinnen und Fahrer der Nachwuchskategorien hatten in Leukerbad ihren grossen Auftritt. Die zehnköpfige Delegation der IG Radsport Uri, betreut durch Bruno Küttel und Christian Zberg, brachten dabei die erwarteten guten Leistungen und die damit verbundenen Spitzenklassierungen. Im international besetzten Starterfeld der U15-Kategorie war es einmal mehr Elena Frei, VMC Erstfeld, die das beste Ergebnis der IG Radsport Uri realisierte. Das unbestritten grosse Nachwuchstalent zeigte als Jahrgangsjüngere eine überraschend reife Leistung, die mit dem dritten Podestplatz belohnt wurde. In der nächsthöheren Kategorie war es Aline Epp welche als 14. die Frauen-Power beim Urner Nachwuchs bestätigte. Unter die Top 20 schafften es zudem Fionn Wicki, 15., Kategorie Cross Knaben, und Augusto Restivo, der in der Kategorie Mega Knaben den 19. Platz herausfuhr.

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